Einspeiser

Auf der Grundlage des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz — EEG) und des Gesetzes für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz — KWKG ) haben Anlagenbetreiber Anspruch auf vorrangigen Anschluss Ihrer Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas sowie aus hocheffizienten KWK-Anlagen an das Netz des Netzbetreibers.

Um den Anschluss am bestehenden Netzanschluss des Grundstückes (Anlagen bis zu einer installierten Leistung von 30 kW) beurteilen zu können bzw. bei größeren Anlagen den technisch und wirtschaftlich günstigsten Verknüpfungspunkt zu ermitteln, benötigen wir von Ihnen anschlussrelevante Angaben.

Ihr Kontakt

Postanschrift
Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH
Bereich Netze
Rudolstädter Straße 39
07745 Jena

Telefon:
03641 688-328
Fax:
03641 688-405

netzservice@​stadtwerke-jena.de

Anschluss von Erzeugungsanlagen an das Stadtwerkenetz

1. Netzverträglichkeitsprüfung

Bitte hierzu folgende Dokumente übergeben:

  • 1.1) Datenerfassungsblatt Photovoltaikanlagen oder BHKW,  Wind- und Wasserkraftanlagen oder Datenblatt Speichersysteme
  • 1.2) Lageplan mit Gemarkung, Flur, Flurstücknummer, aus dem die Bezeichnung und die Grenzen des Grundstückes sowie der Aufstellungsort der Erzeugungsanlage hervorgeht

2. Anmeldeverfahren

Anschluss an das Niederspannungsnetz:
Für die Planung, Anmeldung und Errichtung von Eigenerzeugungsanlagen zum Anschluss an unser Niederspannungsnetz sind die Technischen Anschlussbedingungen TAB NS und die VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4105 zu beachten. Die VDE-Anwendungsregeln des Forum Netztechnik / Netzbetrieb (FNN) können Sie über den VDE-Verlag beziehen unter: www.vde.com
Zum Anschluss von Speichern berücksichtigen Sie bitte den FNN-Hinweis "Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz", Ausgabe Juni 2014.

Anschluss an das Mittelspannungsnetz:

Für Planung, Anmeldung und Errichtung von Eigenerzeugungsanlagen mit Anschluss an unser Mittelspannungsnetz sind die Technischen Anschlussbedingungen TAB MS zu beachten. Die „Technische Richtlinie Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz“ des BDEW sowie die aktuell gültigen Ergänzungen finden Sie ebenfalls auf der Seite TAB MS.

Nachstehend hier für Sie die wichtigsten zu übergebenden Unterlagen:

  • 2.1) Anmeldung Netzanschluss Strom
  • 2.2) Datenerfassungsblatt Photovoltaikanlagen oder BHKW, Wind, Wasser oder Datenblatt Speichersysteme
  • 2.3) Lageplan mit Gemarkung, Flur, Flurstücknummer, aus dem die Bezeichnung und die Grenzen des Grundstückes sowie der Aufstellungsort der Erzeugungsanlage hervorgeht
  • 2.4) technisches Datenblatt der eingesetzten Wechselrichter
  • 2.5) technisches Datenblatt der eingesetzten Generatoren (PV-Module)
  • 2.6) Konformitätsnachweis sowie dazugehöriger Prüfbericht je Erzeugungseinheit
  • 2.7) Beschreibung der Schutzeinrichtung, Prüfbericht und Konformitätsnachweis für Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) bei Anschluss an das Niederspannungsnetz bzw. Prüfbericht und Konformitätsnachweis für Entkupplungsschutzeinrichtungen bei       Anschluss an das Mittelspannungsnetz
  • 2.8) Übersichtsschaltplan des Anschlusses der Erzeugungsanlage an das Netz des Netzbetreibers mit den Daten aller eingesetzten Betriebsmittel inkl. der Anordnung der Mess- und Schutzeinrichtungen sowie der Anordnung der Zählerplätze            - Beispiel 1: Direktmessung bis 10 kWp
    - Beispiel 2: Anlage mit zweitem Zähler zur Ermittlung der Netto-Strommenge
  • 2.9)  Begrenzung Wirkleistungseinspeisung Photovoltaikanlagen (möglich bei Anlagen bis 30 kW)

3. Inbetriebsetzung

Für die Inbetriebsetzung Ihrer Erzeugungsanlage benötigen wir
nachstehende Unterlagen:

  • 3.1)  Unterzeichnete Anlagendokumentation und Auftrag zur Messdienstleistung (diese erhalten Sie von uns nach Eingang der vollständigen Anmeldeunterlagen)
  • 3.2)  Unterzeichneter Netzanschlussvertrag (diesen erhalten Sie von uns nach Eingang der vollständigen Anmeldeunterlagen)
  • 3.3)  Inbetriebsetzungsanzeige durch Ihren Elektrofachbetrieb über die Anmeldung zum Netzanschluss Strom
  • 3.4)  Inbetriebnahmeerklärung für Photovoltaikanlagen oder für BHKW, Wind- und Wasserkraftanlagen (wenn die technische Betriebsbereitschaft Ihrer Anlage nach dem EEG bereits vor dem mit uns vereinbarten Termin des erstmaligen Parallelbetriebes mit unserem Netz stattgefunden hat)

4. Leistungsreduzierung/Begrenzung

Auf der Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG 2014 § 9 "Technische Vorgaben" sind Erzeugungsanlagen mit nachfolgenden technischen Einrichtungen auszurüsten.

Erzeugungsanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung (bei Photovoltaikanlagen gilt die Modulleistung in kWp) von höchstens 30 kW müssen über eine Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung verfügen oder auf maximal 70 % der installierten Wirkleistungseinspeisung dauerhaft begrenzt werden.

Erzeugungsanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung (bei Photovoltaikanlagen gilt die Modulleistung in kWp) von mehr als 30 kW und höchstens 100 kW müssen über eine Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung verfügen.

Bei Erzeugungsanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung (bei Photovoltaikanlagen gilt die Modulleistung in kWp) von mehr als 100 kW muss zusätzlich zur Einrichtung für die ferngesteuerte Reduzierung die jeweilige Ist-Einspeisung abrufbar sein.

Die Pflicht zur Installation der Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung sowie zur Übernahme der damit verbundenen Kosten trifft den/die Anlagenbetreiber/in. Kommt der/die Anlagenbetreiber/in dieser Verpflichtung nicht nach, besteht gemäß § 25 Abs. 2 EEG 2014 ein verringerter Vergütungsanspruch.

In unserem Netzgebiet ist derzeit die Kommunikation mit unserem Einspeisemanagement nach IEC 60870-5-104 verbindlich.

Sollte ihre Erzeugungsanlage die Kommunikation nach IEC 60870-5-104 und die Funktionalitäten nach EEG 2014 bereits erfüllen oder um diese Funktionalität ertüchtigt werden können, kann sie direkt über ein von uns zu beziehendes Modem inklusive SIM-Karte in das Einspeisemanagement der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck eingebunden werden.

Sollte ihre Erzeugungsanlagen die Kommunikation nach IEC 60870-5-104 nicht erfüllen, können wir Ihnen gern Lösungen zur Umsetzung der vorgenannten technischen Vorgaben anbieten. Dazu können Sie bei der "Anmeldung Netzanschluss Strom" im "Datenerfassungsblatt Photovoltaikanlagen" oder "Datenerfassungsblatt BHKW, Wind, Wasser" ein entsprechendes Angebot passend zu Ihrer Erzeugungsanlagen anfordern. 

Die Beschreibungen der technischen Lösungen finden Sie über die nebenstehenden Links.

EEG - Veröffentlichungspflichten

Seit dem 1. Januar 2009 ist eine novellierte Version des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft getreten. Die nach § 52 EEG zu veröffentlichenden Angaben entnehmen Sie bitte den Internetseiten des Übertragungsnetzbetreibers (ÜNB) 50Hertz Transmission GmbH:
www.50hertz.com

Weiterhin können Sie hier den Bericht nach § 52 Abs. 1 EEG der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH für den Abrechnungszeitraum 01.01. bis 31.12.2014 herunterladen:
Bericht
Zusammengefasste EEG-Endabrechnung 2014
Anlagenstatistik

KWKG

Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck verkaufen den in KWKG-Anlagen gemäß §§ 4 Absatz 1; 5 KWKG erzeugten und in ihr Netz der allgemeinen Versorgung eingespeisten Strom gemäß § 4 Absatz 2 KWKG und schreiben die jeweils voraussichtlich erzeugten Energiemengen für die entsprechenden Kalenderjahre aus.

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