Förderung durch Spendenmittel

Kinder vom Zirkus MoMoLo
Kinder vom Zirkus MoMoLo

Zahlreiche gemeinnützige Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger in Jena und dem Umland stecken viel Zeit und Kraft in meist ehrenamtliche Arbeit und Projekte – und sind für das Aufrechterhalten ihrer Angebote dringend auf Unterstützung angewiesen.

Hier wollen wir als in der Region verankertes kommunales Unternehmen helfen, wollen zuverlässiger Partner für den Erhalt eines vielfältigen gesellschaftlichen Lebens sein.

Experimentieren mit dem Mikroskop
Experimentieren mit dem Mikroskop

Immer wieder sind wir begeistert von dem nachhaltigen Engagement, mit dem sich Ehrenamtliche um das Wohl ihrer Mitbürger, ihrer Kommunen kümmern. Seit vielen Jahren vergeben wir deshalb Spendenmittel an regional tätige Vereine.

Im Frühjahr und im Herbst eines jeden Jahres schütten wir diese Mittel über ein einfaches Antragsverfahren für Projekte in den Bereichen Kultur, Sport, Soziales und Umwelt aus.

Beantragen Sie hier Ihre Spendenmittel
  • Sie können hier den Antrag auf Förderung durch Spendenmittel herunterladen, ausfüllen und unterschrieben mit der Post an die angegebene Adresse senden.
  • Sie können den Antrag auch online ausfüllen – mit einem Klick senden sie ihn direkt an die Stadtwerke Energie. Dieser Antrag ist auch ohne Unterschrift gültig.

Vergabekriterien für Spenden

Pressesprecherin Dr. Ines Zaremba
Ihr Kontakt

Tina Schnabel
Leiterin Unternehmens-
kommunikation

Telefon: 03641 688-223

presse@​stadtwerke-jena.de

Hier kommen Sie zu Wort

Einige von uns unterstützte Vereine berichten über ihre Arbeit:

Bildungswerk BLITZ e.V.

Geschicklichkeit im Team
Geschicklichkeit im Team
Hauruck - Tauziehen in der freien Natur
Hauruck - Tauziehen in der freien Natur

Gemeinsam für die Jugendlichen

Jugendliche, die an Bushaltestellen „rumhängen“, sich nicht für die Schule interessieren und Erwachsene, die nicht helfen, sondern nur meckern. Der Verein Bildungswerk BLITZ e.V. versucht genau dort anzusetzen und für die Jugendlichen Wege aus ihren Problemen zu finden und sie auf das Leben vorzubereiten.

Cynthia Reller, die Teamchefin für den Standort Pößneck des Bildungswerk BLITZ e.V. erzählt: »Wir leisten Jugendarbeit an allen möglichen Schulformen, die es gibt und wir haben ein offenes Jugendhaus mitten in der Stadt, in dem Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen können«. Dort können sie nicht nur Musik hören, sich austauschen und Kickern, sondern mit ihren Schulen auch im großen Seminarraum verschiedene Bildungsangebote von der Teammotivation bis zum Konfliktmanagement wahrnehmen. »Unsere Räume können aber ebenso für Feiern und ähnliches genutzt werden«, fügt die sympathische 31-Jährige hinzu. »Außerdem helfen wir den Jugendlichen bei der Ausbildungsplatzsuche und bei Schulden- und Drogenproblemen«, informiert Cynthia Reller über die Tätigkeiten des Vereins.

Seit 1991 gibt es Bildungswerk BLITZ e.V. in Stadtroda mit verschiedenen Standorten, unter anderem in Jena und Pößneck. Cynthia Reller erklärt: »Wir sind fünf Mitarbeiter im Raum Pößneck mit unterschiedlichen Professionen, um die gesamte Bandbreite der Jugendarbeit abzudecken«. Die engagierten Mitarbeiter sind auch mobil unterwegs, um die Jugendlichen in ihren Treffpunkten aufzusuchen. Außerdem werden sie bei Problemen im Elternhaus auch direkt zu Hause unterstützt. »Dadurch können wir die Problemlagen jedes einzelnen Jugendlichen bearbeiten«, verrät Cynthia Reller, die seit 2002 im Bildungswerk BLITZ e.V. tätig ist und setzt fort: »Da wir die Schule und die Freizeitmöglichkeiten abdecken, treffen wir unmittelbar auf die Jugendlichen, die einen Hilfebedarf haben und können auch leichter auf sie zu gehen«.

Aber die Mitarbeiter sind nicht nur selbst in der Jugendarbeit tätig, sondern bilden auch Jugendliche zu ehrenamtlichen Helfer aus. Einmal im Jahr können die Jugendlichen die Jugendleiter-Card, kurz Juleica, erwerben. Dabei werden ihnen rechtliche Grundlagen und eigenes pädagogisches Handeln vermittelt, damit sie selbständig Jugendgruppen leiten können. Genau das macht Cynthia Reller und ihrem Team Spaß: »Wir können uns hier nach den sozialen Bedürfnissen und zwischenmenschlichen Problemen der Jugendlichen richten, Seminare ausrichten, das macht die Arbeit kreativ und uns macht es Freude«.

Damit der Verein Bildungswerk BLITZ e.V. weiterhin so professionell gestaltet werden kann, ist er auf Spenden angewiesen. Die Teamchefin ergänzt: »Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck sind ein guter Partner und unterstützen uns hier auch sehr«.

Text: Antje Schmidt, Fotos: Bildungswerk BLITZ e.V

Kontakt:
Bildungswerk BLITZ e.V.
Jugendarbeit Pößneck
Kirchplatz 6
07381 Pößneck
Tel.: 03647 506493
E-Mail: poessneck@​bildungswerk-blitz.de
www.bildungswerk-blitz.de

Drackendorfer Heimatverein e.V.

Lachen mit Clown Ferdinand
Lachen mit Clown Ferdinand
Spiel und Spaß im Drackendorfer Park
Spiel und Spaß im Drackendorfer Park

Viel Geschichte für einen kleinen Ort


Die Geschichte eines Ortes für die Nachwelt zu erhalten, ist die Aufgabe eines jeden Heimatvereins. Der Drackendorfer Heimatverein e.V. bei Jena ist seit über acht Jahren sehr engagiert, seine Bewohner und Gäste für die Geschichte Drackendorfs zu begeistern und sich Projekten im Dorf anzunehmen.

Anlässlich der 725. Jahrfeier im Jahr 2005 wurde der Verein im August 2002 gegründet. Bis dahin gab es seit 1990 kein Vereinsleben in Drackendorf. Zur Feier sollte jedoch auch die Geschichte des Ortes, in der u.a. Goethe seine Spuren hinterlassen hat, ein Thema sein. Der Vereinsvorsitzende Rainer Raithel erinnert sich: »Wir brauchten also ein Komitee, um die Heimatgeschichte zu ergründen und das dörfliche Brauchtum zu pflegen. Und natürlich auch um Fördergelder zu bekommen. Daraufhin wurde dann der Heimatverein gegründet«.

Die 725. Jahrfeier sei ein sehr großer Erfolg gewesen. Deswegen planten die Mitglieder, die sich auch untereinander sehr gut kennengelernt hatten, sich weiterhin um die Geschichte des Ortes zu kümmern, berichtet der Vereinsvorsitzende. Er sagt: »Die Verbundenheit mit der Region hat uns dazu bewegt, den Verein mit anderen Projekten weiterzuführen.«

Ein aufwendiges und langwieriges Vorhaben, das für die 42 Vereinsmitglieder großen Wert hat, ist die Erhaltung und Restauration des Pavillons im Drackendorfer Park. Aufgrund vieler Sponsoren konnten bis heute schon einige Arbeiten vollendet werden. So wurden Fenster eingesetzt, die Tür und die Innendecke erneuert. Doch vollständig restauriert ist der Pavillon noch lange nicht und der Verein ist damit auch weiterhin auf viele Spenden angewiesen, natürlich auch, um weitere Projekte in Angriff nehmen zu können.

Auch viele Feste, wie das alljährliche Knut-Fest, Maibaumsetzen, Kinderfest und die Kirmes, werden vom Heimatverein veranstaltet. Und eine weitere, schon fast zur Tradition gewordene Veranstaltungsreihe, lädt ein, Drackendorf zu besuchen, verrät Rainer Raithel: »Seit 2008 führen wir jeden Mittwoch von Juli bis September eine Lesereihe im Pavillon durch. Angefangen haben wir mit dem Themenkomplex „ Ach Luise …“. Und auch in diesem Jahr dürfen die Zuhörer wieder Briefen, Gedichten und Geschichten im Pavillon bei einer Tasse Tee  lauschen.«

Text: Antje Schmidt / Fotos: Drackendorfer Heimatverein

Kontakt:
Rainer Raithel
Alte Dorfstraße 5b
07751 Drackendorf
Tel.: 03641 360590
E-Mail: post1@​drackendorf.de
www.drackendorf.de

Seesportclub Jena e.V.

Rudern auf der Saale
Rudern auf der Saale
Wettkampfstimmung am Ufer und auf dem Boot
Wettkampfstimmung am Ufer und auf dem Boot

Von kleinen Kapitänen und Piraten


Der Seesportclub Jena e.V. blickt inzwischen schon auf eine zwei Jahrzehnte umspannende Vergangenheit zurück. Der Tatendrang und die fleißige Unterstützung seiner tüchtigen Mitglieder sind dabei ungebrochen und auch bei den Wasserratten erfreut er sich großer Beliebtheit.

Ein kurzer Schwenk zurück in die Vergangenheit: Vielleicht verwundert es zunächst, aber viele Thüringer fuhren zur See und waren schon immer mit ihr verbunden. »Ob nun als Kapitäne oder Matrosen, schon vor der Wende war das Herz der Bundesrepublik sehr maritim«, so Vereinsvorstand Andreas Pliewischkies, der auch Mitarbeiter der Jenaer Stadtwerke ist. Und ob auf der Saale oder Hohenwarte – gesegelt worden sei hier schon immer.

Wenn es mal nicht aufs Gewässer hinaus geht, um zum Beispiel für den nächsten Wettkampf zu trainieren, ist aber noch lang keine Ruhe oder Langeweile im Verein. Für die 22 Mitglieder gibt es immer etwas zu tun, sei es die regelmäßige Pflege der Boote und nötige Reparaturen oder aber die Wartung der Ausrüstung. Auch das Polieren und Wachsen der Kutter steht da auf der Aufgabenliste, bevor es zum traditionellen Ansegeln im Frühjahr geht.

Der Verein steht dabei allen Seesportinteressierten offen und freut sich natürlich auch immer auf engagierte Unterstützung. Durch die einzigartige Kombination aus Sport- und Teamgeist, Geschicklichkeit und natürlich dem Erlebnis Segeln bietet er besonders für Kinder eine wirklich abwechslungsreiche Abenteuerwiese. Die Vermittlung von Grundkenntnissen gibt einen lehrreichen Einblick in die maritime Technik, ganz besonders die knifflige Knotenkunde. Mit der Theorie ist es dabei natürlich nicht getan. Ausgestattet mit Schwimmweste und einer gehörigen Portion Neugier und Mut geht es für die kleinen Kapitäne auf die Kutter. Und wer das nötige Geschick beweist, kann auch bald ganz allein zum Ruder greifen und seinen eigenen „Jüngstensegelschein“ erwerben.

Zwei ganz besondere Ereignisse konnten alle Sportbegeisterten und Teilnehmer 2010 erleben. Da gab es nämlich gleich zwei Jubiläen: das 20-jährige Bestehen des Seesportclubs, aber auch das schon 80-jährige Bestehen des Bootshauses Jena. Letzteres bot seinen Besuchern mit einem wahren Wettkampfhöhepunkt zähneknirschende Augenblicke. Auf einer ungefähr 700 m langen Strecke kämpften sechs Rudermannschaften mit viel Schweiß und Sportsgeist um die beste Zeit. Beim Wettbewerb Wurfleine war neben Kraft auch eine gehörige Portion Geschicklichkeit gefragt. »Der Tag war ein solcher Erfolg, dass wir planen, ein vergleichbares Spektakel jetzt alle zwei Jahre zu veranstalten«, hofft Andreas Pliewischkies. »Die Organisation und Durchführung ist natürlich schon mit einem gehören Aufwand  verbunden, aber es lohnt sich am Ende eben auch« Aber auch sonst ist für jeden aus der Region, der seinen Sportboots- oder Segelschein machen möchte, der Seesportclub Jena e.V. auch weiterhin die erste Adresse.

Text: Robert Harnisch / Fotos: Seesportclub Jena e.V.

Kontakt:
Seesportclub Jena e.V.
Andreas Pliewischkies (Vorstandvorsitzender)
Burgauer Weg 7 , 07745 Jena
Tel.:  03641 207268 

Lese-Zeichen e. V.

Rolf Barth vom Traumsalon
Rolf Barth vom Traumsalon
Leise, hier wird vorgelesen
Leise, hier wird vorgelesen

(Lese-)Zeichen setzen

Anziehend – faszinierend – gewaltig – weit: Die Welt der Bücher ist beeindruckend und geheimnisvoll zugleich. Der Verein Lese-Zeichen e. V. aus Jena widmet sich dieser imposanten Welt. Er hat sich der Förderung Thüringer Autoren und des Lesevergnügens junger Leute verschrieben.

Dass Bücher keineswegs langweilig sein müssen, zeigen die Mitglieder des Vereins bei vielen Veranstaltungen. Dabei kommen auch junge Leser und Leseanfänger auf ihre Kosten, wie Dr. Martin Straub, Ehrenvorsitzender des Lese-Zeichen e. V., erzählt: »Wir möchten vor allem auch die Jüngeren zum Lesen animieren. Bei einer unserer diesjährigen Veranstaltungen ‚Wortklang – Lyrik im Konzert‘ am 19. April in der Dorfkirche Molsdorf wird beispielsweise Bach verjazzt, woran auch junge Leute viel Spaß haben werden. Dabei werden Texte Bachs und zweier junger Lyrikerinnen gelesen und zusätzlich vom „Bach Jazz Quartet“ vertont.«

Seit 15 Jahren ist der Verein auch auf der Burg Ranis aktiv. Dort ruft er Literaturbegeisterte zu den Thüringer Literatur- und Autorentagen, die mit von den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck finanziell unterstützt werden. »Ohne die Förderungen könnten wir unsere Arbeit nicht derart ausüben und die vielen schönen Veranstaltungen ins Leben rufen«, macht Martin Straub auf die jährlichen 200 bis 220 Veranstaltungen in über 40 verschiedenen Orten aufmerksam, zu denen ebenfalls die Thüringer Märchentage gehören.

Aber nicht nur an historischen Orten kann den Lesungen, vor allen Dingen solchen für Kinder, gelauscht werden, wie der 69-jährige Ehrenvorsitzende verspricht: »Wir setzen uns sehr für die frühe Leseförderung ein und bieten beispielsweise Lesungen an Grundschulen und in Kindergärten an, um den Kindern Bücher näherzubringen.«

Neben diesen passiven Hörgenüssen kann man aber auch selbst als Schriftsteller aktiv werden: So dürfen junge Buchstabenkünstler ihrer Fantasie in Schreibwerkstätten wie der Sommerwerkstatt „Sehen – Malen – Schreiben“ freien Lauf lassen und sie auf Papier bannen.

Martin Straub sagt nicht ohne Stolz: »Wir möchten mit unserem Verein Lese-Zeichen e. V. ein Netzwerk für Literatur- und Leseförderung schmieden. Seit der Gründung des Vereins 1993 ist uns das auch kontinuierlich gelungen.«

Text: Antje Schmidt, Fotos: Lese-Zeichen e. V.

Lese-Zeichen e. V.
Thüringer Büro zur Förderung von Literatur und Kunst
Carl-Zeiss-Platz 15
07743 Jena
Tel. 03641 493900
www.lesezeichen-ev.de

Sehgeschädigten-Kegeln des SV Jena-Zwätzen e. V.

»Wir bringen die Kugel ins Rollen«

»Durch den Club haben wir eine Gemeinschaft gebildet, in der das Zusammengehörigkeitsgefühl sehr stark ist. Hier sehen wir uns nicht als eine Minderheit, sondern als eine Einheit, was auch sehr wichtig für den Mannschaftssport ist«, erzählt stolz Gerd Zacher, Abteilungsleiter des SV Jena-Zwätzen e. V. Sehgeschädigten-Kegeln.

»Unsere Art zu kegeln unterscheidet sich nicht viel von der üblichen. Der Sehgeschädigte tritt mit einem Betreuer auf die Bahn. Er richtet sich möglichst mittig aus und drückt die Kugel aus dem Stand heraus mit zwei Händen von sich weg«, erklärt der ambitionierte ehemalige Sportler, der selbst auch blind ist. Zehn Personen im Alter zwischen 40 und 70 Jahren gehen zurzeit gemeinsam im Verein mit vollem Elan dieser sportlichen Betätigung nach. »Das Kegeln bereitet uns trotz unserer Behinderung sehr große Freude. Als aktive Mitglieder im Blindenverband machen wir oft außerhalb der Trainingszeiten Ausflüge«, verrät Gerd Zacher und erzählt begeistert weiter, dass die finanzielle Hilfe von den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck neben Fahrten zu den Wettkämpfen auch für die im letzten Jahr stattgefundene Feier anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Sehbehindertenkegelns verwendet worden ist. »Wir sind dankbar für die Unterstützung der Stadtwerke. Sie ermöglichen uns die zielgerichtete Umsetzung unserer Vorhaben.«

Gerd Zacher ist mit seiner zehnköpfigen Mannschaft sehr erfolgreich. Erst vor kurzem hat die 61-jährige Adelheid Dörfert bei der Weltmeisterschaft in Bosnien mit der deutschen Mannschaft einen begehrten Medaillenplatz belegt. »Wir sind sehr stolz auf unsere Siege, aber wir arbeiten auch hart dafür. Neben dem wöchentlichen Training bereiten wir uns auch mit Extraübungsstunden für die Thüringer Meisterschaften und die Deutsche Meisterschaft vor«, sagt der 58-Jährige und erklärt, dass sich seine Mannschaft dafür unter anderem ein- bis zweimal im Monat mit anderen Sehbehinderten-Kegelvereinen aus Thüringen zur Austragung der Punktspiele trifft.

Zudem absolvieren die passionierten Kegler noch zahlreiche Freundschaftsspiele sowie Einladungsturniere mit allen Bundesländern, welche ihren Kegelsport auf Classic-Bahnen ausüben wie beispielsweise Sachsen-Anhalt oder Bayern. Selbst zu Ländern wie Österreich und der Tschechischen Republik bestehen freundschaftliche und sportliche Kontakte zu sehbehinderten Keglern. »Im Herbst beginnen wieder die Punktspiele und Meisterschaftsvorbereitungen. Die Kegelvereinsmitglieder sind hoch motiviert und freuen sich auf die neue Saison«, erzählt der Kegelsportler begeistert.

Der Sportverein Jena-Zwätzen e. V. hat seine Anfänge bereits im Jahr 1912 genommen. Seit 1951 wird nun in diesem die Sportart „Sehbehindertenkegeln“ praktiziert.

Text: Anne-Katrin Paulke

SV Jena-Zwätzen e. V.
Sportplatz, Brückenstraße 9, 07743 Jena
Tel.: Sportbüro 03641 207210
E-Mail: info@​sv-jena-zwaetzen.de
www.sv-jena-zwaetzen.de

 

Naturfreunde im Natur-Erlebnis-Garten

Mein Freund der Igel
Mein Freund der Igel
Wir fangen Kaulquappen
Wir fangen Kaulquappen
Ein Blumenkind
Ein Blumenkind

Auf Tuchfühlung mit der Natur

Es ist kaum zu glauben, dass sich hinter den hohen Plattenbauten, ganz am Rand des dicht besiedelten Jenaer Stadtteils Lobeda West, etwas so Idyllisches und Naturbelassenes finden lässt wie der Jenaer  Natur-Erlebnis-Garten.

Und doch – hier tummeln sich im Sommer die Bienen, verkriechen sich Nashornkäfer im Gehölz und sogar die Nachtigall kann man hier rufen hören. Ein außergewöhnlicher Arten- und Pflanzenreichtum wurde hier geschaffen – und das alles von und mit Kindern. Horst Ertel, Projektleiter für den Jenaer Natur-Erlebnis-Garten und Lehrer an der Alfred-Brehm-Schule, ist nach 20 Jahren immer noch genauso begeistert von den einzigartigen Möglichkeiten des Projekts: »Die Kinder können die Natur hier hautnah erleben und nicht nur über das Lehrbuch. Die Natur kann sie so begeistern, dass einige sogar regelrecht süchtig nach mehr und mehr Wissen werden.«

Der Garten ist gerade einmal fünf Minuten von der Jenaer Alfred-Brehm-Regelschule entfernt und kann so als „Fachzimmer im Grünen“ verwendet werden. Von der  7. bis zur 10. Klasse kann der Biologie oder Natur-und-Technik Unterricht direkt „vor Ort“ stattfinden. Das kommt so gut an, dass hier auch immer wieder, selbst von anderen Schulen, Projektveranstaltungen durchgeführt werden und viele Schüler sogar in ihrer Freizeit die Arbeitsgemeinschaft besuchen.

1991 wurden die ersten Schritte unternommen, um den ehemaligen Schulgarten zum Naturgarten umzugestalten. Mit seinen nun 4000 Quadratmetern wurden in dem Garten mit den Kindern Teiche und Schmetterlingsgärten angelegt, Küchenkräuter und Heilpflanzen angebaut, erstaunliche Vogelwelten geschaffen und seltene Tierarten angesiedelt. »Außergewöhnliche Erlebnisse sind hier möglich, die über normale Erkenntnisse im Unterricht weit hinaus gehen,« schwärmt der nunmehr 65-Jährige Horst Ertel, der als Teamleiter der Jenaer Sielmanns Natur-Ranger auch noch weitere Projekte im Pflanzen- und Naturschutzbereich betreut.

Er und seine jungen Naturgartenfreunde haben schon zahlreiche Auszeichnungen für ihr besonderes Gartenprojekt gewonnen, so zum Beispiel  den Ford-Umweltpreis und den Preis des Wettbewerbs "Jugend schützt Tier, Natur und Umwelt". Nur der Wunsch bleibt, dass auch in Zukunft dieses einzigartige Wildgartenparadies bestehen bleibt, sodass auch noch viele weitere Schüler die Möglichkeit haben, die Natur einmal aus der Nähe kennen und schützen zu lernen.

Text: Kristina Kipp / Fotos: Jenaer Natur-Erlebnis-Garten

Ansprechpartner für den Jenaer „Natur-Erlebnis-Garten“:
Horst Ertel
Liselotte-Herrmann-Str. 38 c
07747  Jena
Tel.: 03641 335153
E-Mail: naturranger-jena@​gmx.de
Homepage: www.natur-ranger.de

Regionalverband ORLATAL Gartenfreunde e. V.

Kinder beim Kennenlernen eines Gartens
Kinder beim Kennenlernen eines Gartens
Picknick im Garten
Picknick im Garten

»Kinder gehören zu einem zukunftsfähigen Kleingartenwesen.«

(Reinhard Gering vom Regionalverband ORLATAL Gartenfreunde e. V.)

1989 gründete sich der Regionalverband ORLATAL Gartenfreunde e. V. aus dem damals bestehenden Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter heraus. In den 41 zum Regionalverband gehörenden Kleingartenanlagen säen und ernten seitdem in 1650 Kleingärten fleißige Gärtner und Gärtnerinnen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, versuchen die Ehrenamtlichen des Verbandes gezielt jungen Familien und vor allem deren Kindern den Spaß am grünen Daumen zu vermitteln.

Ab und zu passiert es, dass auch in diesem Gartenverband einige Parzellen leer stehen. Diese verwildern dann aber nicht etwa, verrät Reinhard Gering und erklärt: »Seit sechs Jahren bewirtschaften wir leerstehende Gärten als Tafelgärten.«
Die hier geernteten Produkte gehen alle an die beiden Tafeln in Pößneck. Das Engagement für finanziell benachteiligte Menschen ist aber bei weitem nicht das einzige der Gartenfreunde aus dem Orlatal. Im Gespräch mit dem passionierten Kleingärtner merkt man schnell, wie wichtig es ihm ist, großen und kleinen Kindern das Gartenleben zu vermitteln und die Freude, die es bringen kann, in der Erde zu buddeln.

So wird hier nicht nur gern zu den offenen Kinderfesten der Anlagen „Molbitz“ in Neustadt an der Orla und „An der Altenburg“ in Pößneck eingeladen, zu dem die Kinder der Vereinsangehörigen und ihre Freunde sowie deren Eltern willkommen sind, sondern lockt der Regionalverband seit inzwischen drei Jahren auch mit einem eigenen Informations- und Lehrzentrum.

»Im Schulungszentrum, das vor allem von den beiden Kindergärten der Umgebung genutzt wird«, so verrät der Vorsitzende des Regionalverbandes Reinhard Gering weiter, »soll Kindern die Natur im wahrsten Sinne des Wortes begreiflich gemacht werden.« Dazu erhielten die Kindergruppen eine eigene Beetfläche, die sie dann von der Saat bis hin zur Ernte bestellen können. Der 64-Jährige erklärt begeistert: »Dabei erleben die Kinder, wie sich ihre Umwelt übers Jahr verändert und werden im Umgang mit der Natur und den in ihr lebenden Tieren geschult. Dieses Wissen wird den Junggärtnern unter fachlicher und kindgerechter Anleitung vermittelt.«

Demnächst wird hier auch eine eigene Schulküche eingerichtet. Mit Hilfe der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck wird dieses Vorhaben erst möglich, da sie extra eine Kücheneinrichtung, die speziell für Kinder geeignet ist, spendieren. Schließlich plant der Regionalverband ORLATAL Gartenfreunde, die geernteten Produkte mit den Jüngsten hier direkt zu verarbeiten, damit die Kinder sehen, was mit ihrer Ernte alles gemacht werden kann. Unter Anleitung von ErzieherInnen und freiwilligen HelferInnen können dann schon bald orange Kürbissuppe, bunte Marmeladenkreationen oder selbst gestampftes Apfelmus genossen werden.

Reinhard Gering betont: »Kinder gehören zu einem zukunftsfähigen Kleingartenwesen. Unsere älteren Kleingärtner möchten ihre Gärten eines Tages in verantwortungsvolle Hände übergeben.« So bliebe letztlich zu hoffen, dass die Kinder, die bei ihm lernen, ihre Freude am Gärtnern auch auf ihre Eltern übertragen können.

Text: Antje Frenzel / Fotos: Regionalverband ORLATAL Gartenfreunde e. V.


Regionalverband ORLATAL Gartenfreunde e. V.
Straße des 3. Oktober 2
07381 Pößneck
Telefon: 03647 414681
E-Mail: kvgartenfreundepn@​web.de
www.gartenfreunde-orlatal.de

KOMME e.V.

Pro-(jekte) für Schüler

»Uns ist es wichtig, dass alle Kinder mit unseren Projekten erreicht werden können. Jeder muss die Möglichkeit haben, sich bei verschiedenen Aktivitäten auszuprobieren und seine Kreativität auszuleben«, erzählt Schulsozialarbeiterin und Mitglied des Vereins KOMME e.V. Martina Flämmich-Winckler, deren Anliegen ihrer täglichen Arbeit die Förderung und die Integration sozial benachteiligter Kinder undJugendlicher aus Jena und Umgebung ist.

Bei dem aktuellen Projekt des KOMME e.V. an der staatlichen Gemeinschaftsschule „Kaleidoskop“ und an der KGS „Adolf Reichwein“ in Jena haben die Schüler die Möglichkeit, an Holzblöcken ihr gestalterisches Talent zu beweisen. Die Schulsozialarbeiterin erklärt begeistert: »Während der Arbeit mit dem Holz werden die Kinder ausgeglichener. Es strahlt Ruhe und Wärme aus und es ist für die Mädchen und Jungen ein tolles Gefühl, wenn die Holzstücke, die sie hier mit Holzhammer und -speitel bearbeiten, eine vollkommen neue Form erhalten. Bei dieser Arbeit sind die Schüler zudem an der frischen Luft und haben damit einen Ausgleich zu der Arbeit im Klassenzimmer.«

Ermöglicht werden können die Projekte des KOMME e.V. vor allem durch die Unterstützung von Sponsoren, wie den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck, die allein für dieses Vorhaben 300 Euro investierten. Neben der Vermittlung von Kreativität in ihren Projekten will Martina Flämmich-Winckler ihren Schützlingen vor allem auch die Freude an Bildung weitergeben. »Vor kurzem habe ich deshalb auch mit einigen Schülern die Buchmesse in Leipzig besucht. Mir liegt viel daran«, so sagt sie, »bei den Kindern das Interesse für die Welt der Bücher zu wecken.«

»Für die Schulkinder ist das Highlight des Jahres ein Ausflug nach Kunitz«, erzählt Martina Flämmich-Winckler weiter: » Hierher fahre ich mit „schwierigen Klassen“ oder auch mit neuen Gruppen, die sich aus dem Wechsel der Kinder in eine höhere Klasse ergeben. Beim gemeinsamen Lagerfeuer und erlebnispädagogischen Spielen lernen sich die Kinder kennen. Es entwickelt sich ein Gemeinschaftsgefühl. Die Großen helfen den Kleinen.« Neue Projekte an den beiden Schule sind bereits in Planung. Dabei dürfen die Schüler selbst entscheiden, was sie als nächstes machen wollen. »So lernen sie, wie Ideen entwickelt und umgesetzt werden können.

Auf der Wunschliste stehen bis jetzt eine Kanufahrt, ein Zeltausflug und der Besuch einer Kletterhalle«, verrät
die Projektleiterin und erklärt noch einmal: »Ohne die Unterstützung der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck wären die Projekte nicht möglich. Wir sehen diese Hilfe auch nicht als selbstverständlich an. Auch die Schüler und ihre Eltern sind sehr dankbar.«

Der KOMME e.V. Jena ist neben der Sozialarbeit an verschiedenen Schulen in Jena und Lobeda noch der Träger von den Projekten im Kinder-und Jugendzentrum Klex und dem Stadtteilbüro Lobeda. Zudem ist der Verein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und arbeitet in der Arbeitsgemeinschaft Jugendarbeit und in der Vernetzungsgruppe Lobeda mit. Er ist Mitglied im DRK-Kreisverband und im Bundesverband Jugend und Film e.V. Der Verein freut sich immer über neue Mitglieder. Wer den KOMME e.V. zum Beispiel mit einer Fördermitgliedschaft unterstützen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.

Text: Anne-Katrin Paulke, Susann de Luca

KOMME (Kommunikation und Medien) e.V.
Karl-Marx-Allee 28, 07747 Jena
Tel.: 03641 361057, Fax: 03641 222837
E-mail: komme@​jena.de
www.komme.jena.de