Stadtwerke Energie Jena-Pößneck

Lexikon für Fachbegriffe




 
Blockheizkraftwerk
Blockheizkraftwerke (BHKWs) arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Ein BHKW wird immer da eingesetzt, wo ein einzelner Verbraucher - wie eine Fabrik oder ein Schwimmbad - viel Energie benötigt. Ein Verbrennungsmotor treibt einen Generator an. Der Generator erzeugt elektrischen Strom, die Abwärme des Verbrennungsmotors wird auf einen Heizkreislauf übertragen. Die Energieausnutzung bei gleichzeitiger Erzeugung von Strom und Wärme ist höher als bei getrennter Erzeugung und kann bis zu 85 Prozent betragen. oder: Heizkraftwerke sind eine Form eines Kraft – Wärme – Kopplungsprozesses (KWK), in dem neben der Stromerzeugung die dabei entstehende Wärme ausgekoppelt und technisch genutzt wird. Die Besonderheit eines Blockheizkraftwerkes jedoch besteht darin, dass die zur Strom- und Wärmeerzeugung benötigten Maschinen (z.B. Motor, Welle, Generator, Wärmeübertrager) sehr kompakt in sogenannten Modulen zusammengefasst sind. Diese Einheiten sind auf einen gemeinsamen Grundrahmen montiert. Zur Leistungsanpassung und aus Gründen der Betriebssicherheit werden oft auch zwei oder mehrere solcher Module parallel betrieben. Als Antrieb dient meist ein Industriemotor, dessen mechanische Leistung über eine Welle zum Generator übertragen wird. Die entstehende Abwärme wird üblicherweise an drei verschiedenen Wärmequellen des Motors ausgekoppelt. Über Wärmeübertrager wird dem Kühlwasser, dem Schmieröl und dem Abgas jeweils Wärme entzogen. In einigen Fällen kann die erwärmte Luft aus der, den Motor umgebenden, Schallschutzkapselung mittels Wärmeübertrager zur Vorwärmung der Verbrennungsluft genutzt werden. Seltener wird diese Abwärme durch den Einsatz einer Wärmepumpe Verbrauchern zugeführt, die mit einem relativ niedrigen Temperaturniveau auskommen.