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Biomasse
Unter dem Begriff Biomasse lassen sich alle pflanzlichen Substanzen und die aus ihrer Nutzung entstehenden Abfälle zusammenfassen. Dies sind im Wesentlichen Holz, Stroh, Gräser, Getreidepflanzen, zucker- und ölhaltige Pflanzen sowie menschliche und tierische Exkremente, Haus-, Gewerbe- und Industrieabfälle organischen Ursprungs sowie Papier. Biomasse ist in chemischer Form gespeicherte Sonnenenergie. Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne ist sie aber nicht uneingeschränkt erneuerbar, da Pflanzen nur langsam nachwachsen. Jährlich werden nach heutigem Wissensstand rund 150 Milliarden Tonnen Biomasse am Festland gebildet. Diese sind zu 99 % pflanzlichen Ursprungs. Diese ungeheure Menge stellt ein enormes Energiepotenzial dar. Es muss nur gelingen, es unter wirtschaftlich und ökologisch vertretbaren Rahmenbedingungen zu nutzen. Betrachtet man den Energiegehalt der jährlich gebildeten Biomasse, so reicht er aus, den derzeitigen Weltenergiebedarf von knapp 12 Milliarden Tonnen Steinkohleeinheiten zu decken.