In Abhängigkeit von der Witterung beginnen die Stadtwerke Jena-Pößneck im Auftrag von JenaWasser voraussichtlich am Montag, dem 15. März 2010, mit den Arbeiten zum Anschluss der Ortslage Wöllnitz an das Abwassernetz der Stadt Jena. Der erste Bauabschnitt soll im Oktober 2010 abgeschlossen sein und erstreckt sich in der Wöllnitzer Straße vom Bereich „Sportforum“ bis etwa in Höhe der Tankstelle in der Stadtrodaer Straße. Dabei werden über 1.000 Meter Abwasserkanal neu gebaut und im selben Zug rund 500 Meter Trinkwasserleitung und 400 Meter Elektrokabel erneuert.
Der 2. Bauabschnitt beginnt ebenfalls Mitte März im Bereich der Zufahrt zur Tankstelle und betrifft das Unterdorf, das Oberdorf bis zur Straße „An der Riese“, Höhe Hausnummer 11. Die Arbeiten sollen im Dezember 2010 abgeschlossen sein. Während der Arbeiten muss die Wöllnitzer Straße abschnittsweise voll gesperrt werden – Umleitungen sind ausgeschildert. Trotz erheblicher Verkehrseinschränkungen sind die Tankstelle und alle anderen Gewerbetreibenden - wie das Autohaus und die TÜV-Prüfstelle - immer erreichbar. In Wöllnitz ist bisher fast keine Kanalisation vorhanden. Die entsprechend aufwändige Baumaßnahme muss deshalb in drei Bauabschnitte unterteilt werden. Der dritte und letzte Bauabschnitt betrifft das Pennickental und wird Ende 2011 abgeschlossen.
Der Anschluss von Wöllnitz an das Jenaer Abwassersystem trägt laut JenaWasser mittelbar zur Verbesserung der Gewässerqualität der Saale bei. Bisher leiten die Grundstücke im Pennickental ihr vorgereinigtes Abwasser in den Pennickenbach ein, der in die Saale fließt. Mit Anschluss an das Jenaer Abwassersystem wird aus Wöllnitz nur noch unbelastetes Regenwasser über die örtlichen Kanäle eingeleitet. Für die Einwohner von Wöllnitz hat der Anschluss an die Zentrale Kläranlage vor allem praktische Vorteile: Grundstückseigentümer können ihre Grundstückskläranlagen außer Betrieb nehmen und bei Bedarf in Regenwasserzisternen umfunktionieren. So kann Trinkwasser gespart werden. Darüber hinaus gehören Geruchsbelästigungen der Vergangenheit an.
Die Baumaßnahmen in Wöllnitz sind für JenaWasser eine Art "Endspurt". Dabei gilt es, einen Vertrag mit dem Freistaat Thüringen zu erfüllen. Dieser verpflichtet den Zweckverband dafür zu sorgen, dass die Abwässer der Ortsteile Ammerbach, Burgau und Wöllnitz zur zentralen Kläranlage nach Jena transportiert werden. In Ammerbach sind diese Arbeiten bereits abgeschlossen, in Burgau arbeiten die Stadtwerke noch bis voraussichtlich Juli am abwasserseitigen Anschluss des Ortsteils.