Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck und der Caritasverband für das Bistum Erfurt e.V. wollen in Jena Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld durch niedrigere Energiekosten finanziell entlasten. Am 1. Februar wird die vom Deutschen Caritasverband und den Energieagenturen Deutschlands getragene Aktion „Stromspar-Check“ auch in Jena anlaufen. Ziel des zunächst auf drei Jahre ausgerichteten Projektes ist es, die Stromkosten – und damit auch den CO2-Ausstoß – in den einkommensschwachen Haushalten um bis zu 20 Prozent zu senken. Zur Umsetzung des in Trägerschaft des Caritasverbandes für das Bistum Erfurt e.V. durchgeführten Projekts stehen zum einen Mittel aus der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zur Verfügung. Zum anderen stellen neben den Energiespar-Aktivitäten der Stadtwerke Energie Unternehmen der Stadtwerke Jena Gruppe Sachmittel bereit. Dazu gehören unter anderem ein Büro in Räumen von jenawohnen, Monatskarten zur Nutzung des Jenaer Nahverkehrs sowie Telefone und PCs für vier Büroarbeitsplätze, die von der Stadtwerke-Tochter varys bereitgestellt werden. I
Im Rahmen des „Stromspar-Check“ nehmen acht sogenannte Stromsparhelfer zunächst eine Bestandsaufnahme aller elektrischen Geräte wie Waschmaschinen, Elektroherde, Kühlschränke, Lampen, Computer, Warmwasserbereiter oder Fernsehgeräte vor und messen deren Verbrauchswerte. Anschließend geben sie qualifizierte Tipps, wie man mit einfachen Mitteln den Verbrauch senken kann. Die an dem Programm teilnehmenden Haushalte bekommen kostenlos Energiesparlampen, Wasserperlatoren, TV-Abschalter oder schaltbare Steckerleisten eingebaut. Bert Rupprecht, Energieberater bei den Stadtwerken Energie und Initiator des Gemeinschaftsprojektes in Jena, sagt: „Für uns als kommunales Unternehmen, das mitverantwortlich ist für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, ist dieses Projekt ein Muss.“ Michael Wenzel, Leiter der Caritasregion Mittelthüringen, freut sich über das Engagement der Stadtwerke und hofft, dass über ein noch wachsendes Netzwerk viele Haushalte von diesem Angebot erfahren und es nutzen. „Bei diesem Projekt gewinnen viele: die teilnehmenden Haushalte, die Stadt Jena, die Umwelt und die Stromsparhelfer.“
Das Besondere an der Aktion: Die Stromsparhelfer sind selbst Langzeitarbeitslose, die über das Programm „Bürgerarbeit“ der Bundesregierung gefördert werden. Sie erhalten ab 1. Februar eine 14-tägige theoretische und praktische Einweisung und führen nach einer Einarbeitungsphase ihre Hausbesuche in Zweier-Teams eigenständig durch.