Stadtwerke Energie Jena-Pößneck

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08.07.2010
 

Halbzeit-Stand bei der „Eisblock-Wette“ – FCC-Fußballer Ralf Schmidt gibt seinen Tipp ab

Seit rund einem Monat stehen die zwei Holzhäuser der Jenaer „Eisblockwette“ am Anatomieturm. Noch rund einen weiteren Monat werden sie dort bleiben, bevor sich ihre Türen öffnen und Schirmherr Dr. Oberbürgermister Dr. Albrecht Schröter prüft, wie viel vom ursprünglich 1 Kubikmeter großen Eis­block im Passivhaus noch übrig ist. Den „Halbzeit-Stand“ nutzten die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck am Donnerstag, dem 8. Juli, um auf die Temperaturverläufe der ersten „Halbzeit“ in den Eishäu­sern zurückzublicken. „Halbzeit-Spezialist“ und Fußballprofi Ralf Schmidt vom FC Carl Zeiss Jena gab außerdem seinen Tipp für die Eisblockwette ab.

Nachdem der Sommer im Juni mit Außen-Temperaturen um die 16 Grad Celsius eher zögerlich star­tete, hat die erste große Hitzewelle im Juli mit Temperaturen von über 35 °C Jena inzwischen kräftig zum Schwitzen gebracht. Die Temperaturverläufe der ersten "Halbzeit" in beiden Eishäusern zeigen, dass Wärmeschutz auch im Sommer ein wichtiges Thema ist. Vor allem das Passivhaus federt Tem­peraturspitzen deutlich stärker ab als das Haus, das nach gültiger Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) gedämmt ist. So liegt die Innentemperatur im Passiv-Eishaus durchschnittlich 4 °C unter der des anderen Hauses und aktuell rund 30 °C unter der Außentemperatur.  

Die sommerliche Eisblockwette der Stadtwerke Energie läuft unter verschärfteren Bedingungen ab als vergleichbare Aktionen in Deutschland, die in der Regel im Frühjahr stattfanden. Frank Kuhlmey, Pro­jektleiter Energieberatung bei den Stadtwerken Energie: „Es wird spannend, wie sich die beiden Eis­häuser bei lang anhaltenden hochsommerlichen Temperaturen schlagen, die während der zweiten Halbzeit wahrscheinlich auf Jena zukommen. Doch wir setzen mit unseren zwei Häusern einen guten gegen einen sehr guten energetischen Baustandard – und sind gespannt, wie gut das Passivhaus seinen eisigen Inhalt bei vergleichsweise hohen Außentemperaturen schützen kann."

Bisher haben rund 70 Teilnehmer ihren Tipp zur Eisblockwette abgegeben. Noch bis zum 3. August kann darauf gewettet werden, wie viel Eis im Passivhaus zum Ende der Aktion am 7. August übrig bleibt. Wettscheine gibt es im Internet unter www.stadtwerke-jena-energie.de, in allen Stadtwerke-Servi­cebüros, direkt an den Eishäusern und in den Filialen der Sparkasse Jena-Saale-Holzland. Wer am nächsten am Ergebnis dran ist, kann attraktive Preise gewinnen: vom energieeffizienten Kühl­schrank bis hin zum Eisgutschein.

Mit der Eisblockwette wollen die Stadtwerke Energie das Thema „baulicher Wärmeschutz“ stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Denn in privaten Haushalten Deutschlands werden etwa 80 Prozent der Energie für die Bereitstellung von Heizwärme aufgewendet. Überwiegend wird die Wärme im wört­lichen Sinne „verheizt“, also durch schlecht gedämmte und undichte Gebäudehüllen schnell wieder an die Umwelt abgegeben. Besonders im Gebäudebestand besteht großes Potenzial, den Wärmever­brauch durch verbesserten Wärmeschutz zu minimieren und so Geldbeutel und Umwelt zu entlasten.

Die Aktion „Eisblockwette“ wurde durch engagierte Partner unterstützt: Trockenbau-, Zimmerer-, und Maler-Lehrlinge aus der Berufsschule Jena-Göschwitz und des BIW Bildungswerk Bau übernahmen Planung, Gestaltung und Bau der Eishäuser. Der Raiffeisen Baustoffhandel stellte Baumaterial zur Verfügung. Finanzielle Unterstützung fand das Projekt durch den Energiesparverbund Jena, jenawohnen und die GoetheGalerie. Der Schlachthof Jena unterstützte Anlieferung der Eishäuser.