Stadtwerke Energie Jena-Pößneck

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20.12.2011
 

Stadtwerke Energie kritisieren Prinzip der Stromumlage

Endverbraucher darf nicht die Zeche zahlen
Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck kritisieren das Prinzip der sogenannten Sonderkunden-Umlage, wonach Strom-Großabnehmer zu Lasten von kleinen Unternehmen und privaten Haushalten von Netzentgelten befreit werden können. „Es kann nicht sein, dass wir hierfür unsere Kunden wieder zur Kasse bitten müssen und die vielen Kleinen die Zeche der Großen zahlen sollen. Der Gesetzgeber sollte nicht in der Form regulieren, dass eine Verbrauchergruppe entlastet und die andere damit belastet wird.“, so Frank Schöttke, Leiter des Vertriebs der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck. „Wir werden deshalb unsere ab 1. Januar 2012 geltenden Strompreise, die die Netzentgelte beinhalten, nicht noch einmal erhöhen und die durch die neue Umlage anfallenden Kosten vorerst selbst tragen.“

Konkret geht es um den Beschluss der Bundesregierung, stromintensive Industrieunternehmen, die jährlich mehr als zehn Millionen Kilowattstunden verbrauchen, von der Zahlung der Netzentgelte zu befreien. Das soll deren Wettbewerbsfähigkeit sichern und den Industriestandort Deutschland wirtschaftlich stärken. Ende letzter Woche hat die Bundesnetzagentur die Festlegung zur neuen Stromumlage veröffentlicht, die Auswirkungen auf die Höhe der Netzentgelte in allen Netzgebieten haben wird. Stadtwerke-Vertriebsleiter Frank Schöttke sieht die gesamte Abwicklung nicht nur hinsichtlich der geplanten Umsetzungsfristen sehr kritisch. Als Gesicht zum Endkunden werden wieder die Stadtwerke bei der geplanten Kostenverlagerung – Entlastung von energieintensiven Unternehmen zu Lasten der übrigen Kunden – in der Kritik stehen und den Unmut der Verbraucher zu spüren bekommen.
Zum Schutze ihrer Kunden ziehen die Stadtwerke Energie sogar eine Klage gegen das geplante Umlageverfahren in Erwägung, da die derzeitige Umsetzungs-Festlegung der BNetzA die Interpretation weiter steigender Netzentgelte für die Endverbraucher in den nächsten Jahren zulässt.