Bei Hobbygärtnern und Grundstückseigentümern laufen in diesen Tagen Obsternte oder Ausästungsarbeiten. Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck weisen daraufhin, dass Bäumen in der Nähe von Stromfreileitungen besondere Aufmerksamkeit zu widmen ist. Ist der Abstand der Bäume oder Äste zu einer Stromfreileitung zu gering, kann es zu elektrischen Unfällen kommen. In die Leitungen hineinwachsende Bäume können zu Schäden wie Seilrissen und letztendlich zu Versorgungsunterbrechungen führen.
Alle drei bis fünf Jahre sollten vorhandene Gehölze entlang von Stromfreileitungen auf den notwendigen Sicherheitsabstand zurück geschnitten werden. Der Sicherheitsabstand misst bei Bäumen in der Nähe von Stromfreileitungen bis 1.000 Volt einen Meter und in der Nähe von Stromfreileitungen über 1.000 Volt drei Meter. Bei einer Spannung über 110.000 Volt müssen mindestens fünf Meter Schutzabstand eingehalten werden. Am besten kann man die Abstände einschätzen, wenn das Laub von den Bäumen gefallen ist.
Sollten Bäume oder Sträucher zu nah an oder gar in die Stromleitungen wachsen und damit die Mindestabstände unterschritten werden, besteht beim Arbeiten an diesen Gehölzen Lebensgefahr. Die Stadtwerke Energie bitten daher, dass sich in diesem Fall umgehend mit ihnen in Verbindung gesetzt wird. Sie schalten die Stromfreileitung für die Dauer der Baumschneidearbeiten frei, wenn Abstände zu gering sind. Ein Termin dafür kann unter der Telefonnummer (03641) 688-430 vereinbart werden. Die Mitarbeiter können auch bei der Ermittlung der notwendigen Mindestabstände helfen. Auf Wunsch organisieren sie auch den fachgerechten Rückschnitt. Und noch ein Hinweis: Grundsätzlich sind bei den Ausästungsarbeiten die Belange der Kommune zum Baumschutz zu beachten.