Im Jahr 2008 ging in Hermsdorf ein Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) in Betrieb. Das dort verfeuerte Holz stammt aus Thüringen und Sachsen-Anhalt und somit aus Wäldern im Umkreis von 50 Kilometern. Die Kohlendioxid-neutrale Verbrennung von Holz verbessert wesentlich die Emissionsbilanz in der Region - vor allem auch angesichts der hohen Emissionsbelastung für Hermsdorf durch die angrenzenden Autobahnen ein wichtiger Vorteil. Die Anlage soll jährlich rund 21.000 Tonnen naturbelassenes und getrocknetes Holz verfeuern, um eine Betriebsleistung von 6 Megawatt Wärme und 2 Megawatt Strom zu erzeugen.
Das Waldholz wird in einem Aufbereitungsbetrieb geschreddert und getrocknet und mit bis zu sechs LKWs pro Tag in das Brennstofflager des BMHKW gebracht. Von dort aus gelangt das Holz per Transportband zum Verbrennen in einen Kessel. Das dabei entstehende heiße Abgas geht in Rohrpakete, in denen bei einer Temperatur von 440 °C und einem Druck von 40 bar Dampf erzeugt wird. Dieser Dampf gelangt in eine Turbine und erzeugt über einen Generator Strom. Der Abdampf aus der Turbine wird zur Fernwärmeerzeugung genutzt. Eine Reinigungsanlage entstaubt die Abgase, die über einen Kamin praktisch kohlendioxid-neutral in die Luft geblasen werden. Die beim Verbrennen der Hackschnitzel entstehende Holzasche ist als Dünger verwertbar.