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Smart Meter -
Ihr Stromzähler wird intelligent

Aus den bisher bekannten Stromzählern, bei denen meist noch das Rad Runde um Runde dreht und das Zählwerk antreibt, werden zukünftig digitale Zähler. Sie zeigen Ihnen nun nicht mehr nur den aktuellen Zählerstand, sondern liefern Ihnen auch vergangene Daten zum Vergleich. So erfahren Sie mehr über Ihren täglichen Energieverbrauch und können Ihren Bedarf und die Stromkosten optimieren.

Smart Meter, Energietrends

Die meisten Stromkunden erhalten einen digitalen Zähler (moderne Messeinrichtung), der Verbrauchsauswertungen ermöglicht. Bei Kunden mit einem höheren Verbrauch (ab 6.000 Kilowattstunden pro Jahr) wird in den nächsten Jahren ein intelligentes Messsystem (digitaler Zähler plus Gateway als Kommunikationseinheit) eingebaut.

Ihre Vorteile:

  • Transparente Verbrauchserfassung
  • Verbrauchsauswertungen ¼-Stunden genau
  • Sichere Übermittlung von Verbrauchsdaten (nur intelligente Messsysteme)
  • Anzeige von Stromverbrauch, Analysedaten und Hochrechnungen auch auf Smartphone, Tablet und PC (nur intelligente Messsysteme)


Häufig gefragt - schnell beantwortet

Wieso ist das Thema Smart Meter Roll-Out wichtig?

Um die Energiewende möglichst zügig voranzutreiben hat der Gesetzgeber beschlossen, Stromerzeugung und –verbrauch intelligent miteinander zu verknüpfen. Ein wesentlicher Baustein ist dabei der Einsatz von intelligenten Zählern, sogenannter ‚Smart Meter‘.

Die Bundesregierung hat im Herbst 2016 ein Gesetz verabschiedet, das die Einführung von Smart Metern in Deutschland regelt.

Was ist eine moderne Messeinrichtung?

Der analoge Stromzähler (Ferraris-Zähler) wird durch den digitalen Stromzähler - auch moderne Messeinrichtung genannt - ersetzt. Während man bei analogen Zählern ausschließlich den Zählerstand ablesen kann, zeigt der digitale Zähler die aktuell bezogene Leistung in Kilowatt an. Sie können nachschauen, wie viel Strom Sie am Vortag, im vergangenen Monat oder im gesamten Jahr verbraucht haben. Die Verbrauchswerte werden bis zu 24 Monate gespeichert. So ist es einfacher, stromintensive Geräte und Einsparpotenziale zu identifizieren.

Die moderne Messeinrichtung ist im Gegensatz zu einem intelligenten Messsystem (Smart Meter) nicht in ein Kommunikationsnetz eingebunden. Der Zähler kann deshalb nicht aus der Ferne ausgelesen werden oder Daten über den Verbrauch senden. Eine manuelle Ablesung des Zählerstands durch Sie oder den Messstellenbetreiber zur Erstellung der Jahresendabrechnung ist auch zukünftig erforderlich. 

Erst durch eine Verbindung mit dem Kommunikationsmodul, dem Smart-Meter-Gateway, wird eine moderne Messeinrichtung zu einem intelligenten Messsystem.

Was ist ein intelligentes Messsystem?

Ein intelligentes Messsystem (iMSys)– auch Smart Meter genannt - besteht aus zwei Elementen: einer modernen Messeinrichtung (mME) und einem Kommunikationsmodul, dem Smart Meter Gateway (SMGW). 

Das intelligente Messsystem ermittelt den Stromverbrauch, speichert und verarbeitet die Daten. Das Smart-Meter-Gateway kommuniziert über eine besonders gesicherte Schnittstelle mit dem Energielieferanten und dem Betreiber des Stromnetzes. 

Damit bietet es neben der reinen Verbrauchsveranschaulichung zusätzlich die Möglichkeit, Verbrauchsdaten direkt an uns zu übermitteln. Ein Ablesen der Messgeräte zum Beispiel für die Rechnungserstellung wird somit zukünftig nicht mehr notwendig sein.

Welche Vorteile hat ein intelligentes Messsystem?

Ein intelligentes Messsystem stellt Ihren Verbrauch transparent dar. Damit behalten Sie Ihren Stromverbrauch jederzeit im Blick. Durch diese Verbrauchs- und Kostenkontrolle können Sie Ihren Verbrauch selbst analysieren, gegebenenfalls Energiespar-Maßnahmen umzusetzen und deren Wirkung nachvollziehen. 

Durch die digitale Übertragung der Messdaten muss der Zähler nicht vor Ort abgelesen werden.

Perspektivisch werden die intelligenten Messsysteme zu mehr Effizienz bei den notwendigen energiewirtschaftlichen Prozessen und so zu Kostenersparnissen führen - auch für Letztverbraucher.

Wer bekommt ein intelligentes Messsystem?

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende sieht vor, dass alle Stromkunden nach und nach digitale Zähler erhalten. 

Die Verpflichtung zum Einbau intelligenter Messsysteme gilt zunächst für Verbraucher mit einem Jahresstromverbrauch zwischen 6.000 und 100.000 kWh, also verbrauchsstarke Haushalte und Unternehmen, da diese einen stärkeren Einfluss auf das Stromnetz haben.

Bei einem jährlichen Stromverbrauch unter 6.000 Kilowattstunden entscheidet der zuständige Messstellenbetreiber, ob eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem eingebaut wird.

Der flächendeckende Einbau moderner Messeinrichtungen läuft bereits seit einigen Jahren. 

Muss ich etwas tun?

Genau wie beim „klassischen Stromzähler“ ist auch der Einbau dieser neuen Geräte die Aufgabe des Messstellenbetreibers. Das ist nach dem Gesetz zunächst der örtliche Verteilernetzbetreiber. Von ihm erfahren Sie, wann und wie Ihr bisheriger Stromzähler umgerüstet wird.

Was kostet ein intelligentes Messsystem?

Wie bereits heute fallen bei Ihrer Stromlieferung Kosten für den Transport in Form eines Netzentgeltes und Kosten für die Messung (Messentgelt) an. Für den flächendeckenden Einbau von Smart Metern hat der Gesetzgeber Preisobergrenzen, abhängig vom jährlichen Verbrauch, festgelegt.

Für eine moderne Messeinrichtung betragen damit die Kosten maximal 20€ (brutto) pro Jahr. Die Preisobergrenzen für ein intelligentes Messsystem liegen je nach Verbrauchsgruppe bei 100 € bis 200 € (brutto) pro Jahr.

Ab wann kann ich mit dem Einbau eines neuen Zählers rechnen?

Haushalte, in denen der Einbau eines intelligenten Messsystems nicht vorgesehen ist, bekommen zumindest eine moderne Messeinrichtung, also einen digitalen Zähler. Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende sieht den flächendeckenden Einbau bis 2032 vor. Der Einbau einer modernen Messeinrichtung erfolgt durch den Messstellenbetreiber, der sie rechtzeitig darüber zu informieren hat.

Bei allen Neubauten oder umfangreichen Renovierungen müssen Messstellenbetreiber sofort moderne Messeinrichtungen einbauen.

Der Einbau intelligenter Messsysteme beginnt im Jahr 2020 und wird sich über mehrere Jahre erstrecken.

Der Ablauf und die Reihenfolge des Einbaus von Smart Metern wird vom zuständigen Messstellenbetreiber festgelegt und anschließend durchgeführt. Sie werden jedoch rechtzeitig von Ihrem Messstellenbetreiber über den Zählerwechsel informiert. 

Wie sicher sind meine Daten mit intelligenten Messsystemen?

Der Gesetzgeber hat hohe Anforderungen für Datenschutz und Datensicherheit aufgestellt.

Deshalb schreibt das Gesetz den Betreibern der Zähler bestimmte Schutzprofile und technische Richtlinien vor. Damit gilt für intelligente Messsysteme ein Sicherheitsstandard, der höher ist als beim Online Banking. Nur Systeme, die diese umfassenden Bedingungen erfüllen und entsprechend hohe Sicherheitsvorkehrungen aufweisen, erhalten ein Siegel des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik und dürfen eingebaut werden. Die Daten sind damit sehr sicher. Deutschland ist mit diesem Standard Vorreiter in Europa.

Wenn Sie als Kunde Geräte, wie z.B. Smartphone, Tablet oder PC zur Anzeige Ihres Stromverbrauchs nutzen, spielt deren Sicherheit sowie die Sicherheit des verwendeten Netzwerks ebenfalls eine wichtige Rolle, da diese als Kommunikationsmedium zum Zähler fungieren. Wir empfehlen Ihnen daher, bei der Nutzung Ihrer Endgeräte auf deren Sicherheitsvorkehrungen zu achten.

Wo wird der neue Zähler angebracht?

Sowohl die moderne Messeinrichtung als auch das intelligente Messsystem ersetzen den bisherigen Zähler im Zählerschrank. Ein Umbau oder eine Erweiterung der Anlage ist somit im Regelfall nicht erforderlich.

Kann ich dem Einbau eines neuen Zählers widersprechen?

Wie aktuell bei herkömmlichen Stromzählern ist auch der Einbau von intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen zu dulden. Ein Widerspruch ist nicht möglich. Der örtliche Messstellenbetreiber hat die gesetzliche Pflicht, diesen Einbau umzusetzen.

Ein Rückbau auf einen konventionellen Zähler (z.B. Ferraris) ist nicht zulässig.

Gesetzliche Informationen des BMWi

Mit dem im Herbst 2016 von der Bundesregierung beschlossenem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wurde der Startschuss für eine digitale Infrastruktur und die Verknüpfung zwischen Stromerzeugern und –verbrauchern gegeben.

Im Mittelpunkt des Gesetzes steht dabei die Einführung intelligenter Messsysteme, die den Stromverbrauch sichtbar machen und den bewussten Umgang mit Energie unterstützen.

Unter diesen Links erfahren Sie mehr zum Thema:

Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende