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24.05.2019

Jenas größte Wohnungsgesellschaften machen sich stark für Elektromobilität

Heimkommen und Auftanken: Pilotprojekt soll Mietern individuelles Laden ermöglichen

(v.l.n.r.): Axel Herrmann, Mitglied des Vorstandes der Wohnungsgenossenschaft Carl Zeiss, Michael Gräf, Vorstand der HEIMSTÄTTEN Genossenschaft, André Kliem von den Stadtwerken Energie und Daniel Schade, Prokurist von jenawohnen, machen sich gemeinsam dafür stark, Mietern in Jena den Zugang zu Elektromobilität zu ermöglichen.

Eine Mietwohnung im Stadtgebiet und die persönliche Elektro-Tanke vor der Tür? Für dieses Ziel machen sich mit jenawohnen, der Wohnungsgenossenschaft Carl Zeiss und der HEIMSTÄTTEN Genossenschaft die drei größten Jenaer Vermieter gemeinsam stark. Zusammen mit den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck starten sie ein Pilotprojekt, das ihren Mietern die Chance auf eine „Ökostrom-Tankstelle“ in Wohnungsnähe eröffnet.

Mit einem gemeinsamen Aufruf wenden sie sich an ihre Mieter in Mehrparteienhäusern: Wer ein Elektroauto fährt oder bald eines kaufen will, bekommt dafür eine Lademöglichkeit auf einem nahe gelegenen und verfügbaren Parkplatz des jeweiligen Vermieters. Die Kosten für den Bau des Ladepunktes tragen die Stadtwerke Energie. Der Mieter zahlt im Rahmen des Pilotprojektes eine reduzierte Gesamt-Pauschale für die Nutzung des Elektro-Parkplatzes. Außerdem willigt er ein, im Rahmen des Pilotprojekts Auskunft über sein Ladeverhalten zu geben.

„Wir betreten gemeinsam Neuland, um wichtige Erkenntnisse zu gewinnen: Wie reagieren Mieter auf ein neues Angebot? Nehmen sie es an und widmen sich dem Thema Fahren mit Strom? So wollen wir neue Dienstleistungen entwickeln, Elektromobilität in den Alltag der Jenaer Mieter zu integrieren – und zwar dauerhaft und für alle“, sagt André Kliem, Leiter des städtischen Projektes „Elektromobilität Jena 2030“. Den Wohnungsgesellschaften gehe es darum, ihren Mietern Mehrwerte und Komfort zu bieten. Von den etwa 60.000 Wohnungen in Jena stellen die drei Wohnungsgesellschaften insgesamt circa 21.800. 

Bis 30. September 2019 können sich interessierte Mieter von jenawohnen, Wohnungsgenossenschaft Carl Zeiss und HEIMSTÄTTEN Genossenschaft um die „elektromobilen“ Parkplätze bewerben. Die Auswahl erfolgt anhand von Kriterien wie Verfügbarkeit des gewünschten Parkplatzes und technischen Gegebenheiten, wie den passenden Stromanschlüssen vor Ort. Zwingend ist auch, dass der Mieter im Besitz eines Elektroautos ist oder spätestens bis Ende März 2020 über eines verfügt. Weitere Informationen zum Pilotprojekt gibt es hier sowie auf den Internetseiten der Wohnungsanbieter.

Das Pilotprojekt „Heimkommen und Auftanken“ ist Teil des städtischen Projekts „Elektromobilität für Jena 2030“. Ziel ist, dass im Jahr 2030 mindestens 10.000 Elektro-Autos in Jena unterwegs sind. Dabei entwickeln die Stadtwerke Jena unter anderem mit Vertretern der Wohnungswirtschaft verschiedene Ansätze, um auch Mieter in dichter bebauten Stadtteilen elektromobil zu machen.