27.09.2017

Bauarbeiten in der Wagnergasse beendet


Auf diesen Tag haben sich die Laden- und Kneipenbesitzer sowie die Jenaer Bürger gefreut und er kam rascher als erwartet: Die im November 2015 begonnenen Bauarbeiten in der Wagnergasse konnten zweieinhalb Monate früher als geplant beendet werden. Jenas Kneipenmeile zeigt sich nun als echtes Schmuckstück und lädt mehr denn je zum Flanieren ein. 

 

Neue Kanäle und Leitungen

Die Bauarbeiten waren dringend notwendig. „Der geradezu historische Abwasserkanal unter der Wagnergasse war jahrelang unser Sorgenkind, die Erneuerung deshalb dringend geboten“, sagte Jürgen Hofmann, Verbandsvorsitzender Zweckverband JenaWasser. Gemeinsam mit den Stadtwerken hat JenaWasser nicht nur den in die Jahre gekommenen Kanal mit rund 100 Anschlüssen getauscht. Es wurden auch die Trinkwasserleitungen inklusive der Hausanschlüsse erneuert, Strom- und Gasleitungen sowie Kommunikationskabel umverlegt.

Straßenbau und die Außengestaltung

Durch die Stadt Jena erfolgten der Straßenbau und die Außengestaltung. So wurde der Johannisplatz zu einer Ruhe- und Begegnungszone ausgebaut, begradigt, gepflastert und neu terrassiert. Sechs Eichen wurden am Johannisplatz gepflanzt. Ein Wasserkunstwerk wird den Platz zusätzlich aufwerten. Es steht bereits an seinem Bestimmungsort, ist aber noch von einer Holzhülle verdeckt. Am 16. Oktober wird es im Beisein von dem Künstler feierlich enthüllt. Nur zwei Tage später laden die Wagnerinnen - ein Zusammenschluss von in der Gasse ansässigen Geschäftsfrauen -  zum Baustellen-Abschlussfest ein.

Eine technologische Herausforderung

Die Baumaßnahme begann im November 2015 mit der Baufeldfreimachung am Johannisplatz. Der eigentliche Kanalbau startete im Februar 2016. Gebaut wurde zeitweise unter erschwerten Bedingungen. Im vorderen Teil der Wagnergasse wurde gleichsam in einem „Nadelöhr“ gearbeitet. An dieser engsten Stelle ist die Gasse gerade einmal sechs Meter breit, von denen 1,20 Meter für die Fußgänger begehbar bleiben mussten. Innerhalb der verbleibenden 4,80 Meter mussten sich die Bagger bis in vier Meter Tiefe graben, um an den „historischen“ Abwasserkanal zu gelangen.

„Die Baumaßnahme war nicht nur technologisch eine Herausforderung. Vor allem organisatorisch und kommunikativ haben unsere Bauleiter und die beteiligten Firmen vieles möglich gemacht, um alle Bedürfnisse vor Ort unter einen Hut zu bringen”, lobte Gunar Schmidt, Geschäftsführer Stadtwerke Jena Netze. Der Leitungs- und Kanalbau von Zweckverband und Stadtwerken war im Juli abgeschlossen. Die Gesamtmaßnahme endete im September statt wie ursprünglich geplant im November.