Geothermie im Jenaer Fernwärmenetz

Wir wollen den Anteil Erneuerbarer Energien an der Fernwärmeerzeugung weiter erhöhen. Deshalb haben wir uns bereits in der Vergangenheit mit der Integration von Geothermie ins Jenaer Fernwärmenetz auseinandergesetzt. Unsere bisherigen Analysen haben gezeigt: Auch in Jena sind wirtschaftlich sinnvolle Kombinationen der Geothermie-Nutzung möglich, allerdings müssen vorher geologische Gegebenheiten des Jenaer Untergrundes noch genauer untersucht und geklärt werden.

Deshalb haben wir die JENA-GEOS®-Ingenieurbüro GmbH mit der Erstellung einer Studie beauftragt. Im Rahmen der Erstellung wurden die verfügbaren geologischen Informationen zusammengetragen, zu einem umfassenden Bild verdichtet und das zu erwartende geothermische Potenzial eingegrenzt. Weiterhin wurden geeignete Gebiete für die Anwendung von Geothermie in unserer Stadt ermittelt und darauf aufbauend ein Konzept erarbeitet, wie dieses Potenzial nutzbar gemacht werden kann.

Die ermittelten Wärmegestehungskosten sind jedoch unter den derzeitigen Rahmenbedingungen für einen wirtschaftlichen Betrieb (noch) zu hoch. Im Ergebnis der durchgeführten Sensitivitätsanalyse wird deutlich, dass die Wärmegestehungskosten am stärksten von der weitergehenden Spezifikation des geothermischen Reservoirs abhängig sind. Auf Basis der untersuchten Informationen und deren Bewertung ist das Fündigkeitsrisiko hinsichtlich der erreichbaren geothermalen Zirkulationsrate als sehr hoch einzustufen. Daher ist in einem nächsten Schritt zunächst die weiterführende Erkundung des geologischen Untergrundes erforderlich, um die realen im Untergrund vorhandenen Bedingungen zu ermitteln.

Das diesen Ergebnissen zugrundeliegende Vorhaben wurde vom Freistaat Thüringen unter der Nummer 2016 DMO 0008 gefördert und durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.