Wie geht es mit der ehemaligen Schwimmhalle Lobeda-West weiter?

18.05.2026, 15:52:21 | Jenaer Bäder | Aktuelles, Pressemitteilungen

Ehemalige Schwimmhalle Lobeda-West: Neue Perspektiven für zukünftige Nutzung 

Die ehemalige Schwimmhalle Lobeda-West soll schrittweise zu einem neuen Freizeit- und Erlebnisort entwickelt werden. Grundlage dafür ist eine von den Jenaer Bädern in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie, die heute gemeinsam mit der Stadt Jena und Projektpartnern bei einem Pressetermin vor Ort vorgestellt wurde. 

Seit der Schließung der Schwimmhalle im Jahr 2023 beschäftigt viele Menschen in Jena die Frage nach einer zukünftigen Nutzung des Gebäudes. Zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 wurde deshalb im Auftrag der Jenaer Bäder eine umfassende Machbarkeitsstudie erarbeitet. Grundlage dafür war ein breiter Beteiligungsprozess in den Jahren 2024 und 2025 mit Bürgerinnen und Bürgern, lokalen Akteuren sowie verschiedenen Interessenvertretern. Insgesamt brachten sich rund 2.700 Menschen in Umfragen und Workshops ein. 

Die Studie untersuchte drei mögliche Entwicklungsrichtungen: einen Kultur- und Eventort, einen Bewegungsort mit sportlichem Schwerpunkt sowie einen erlebnisorientierten Freizeitstandort.  

Als besonders tragfähig bewertet die Untersuchung eine erlebnisorientierte Nutzung. Sie erreicht laut Studie die breiteste Zielgruppe und bietet die besten Voraussetzungen für einen langfristig wirtschaftlichen Betrieb. Eine endgültige Entscheidung über die konkrete Ausrichtung der ehemaligen Schwimmhalle ist damit jedoch noch nicht verbunden. Vielmehr dient die Studie als Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte. 

Neue Perspektiven durch Zwischennutzung 

Im Mittelpunkt der kommenden Jahre steht eine gezielt ausgeweitete Zwischennutzung: Die ehemalige Schwimmhalle soll dafür schrittweise weiterentwickelt werden. Ziel ist es, unterschiedliche Nutzungen unter realen Bedingungen zu testen und herauszufinden, welche Angebote langfristig funktionieren und zum Standort passen. 

Für die Umsetzung der Zwischennutzung und die weitere Entwicklung der Halle arbeiten die Jenaer Bäder mit der reCoVer Stiftung Jena und ihrer Projektstruktur „Blank – Agentur für Zwischennutzung“ zusammen. Die Kooperation wurde im Rahmen des Pressetermins offiziell unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, neue Möglichkeiten für Begegnung, kulturelle Angebote und gemeinschaftliche Nutzung zu schaffen. Durch die Zwischennutzung entsteht Raum, um Ideen gemeinsam mit lokalen Akteuren, Vereinen, Kreativen und Initiativen auszuprobieren, sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. So können Orte belebt, neue Netzwerke geknüpft und Impulse für eine offene und vielfältige Stadtgesellschaft gesetzt werden. 

Bereits ab Juni 2026 wird ein Teil der Halle im Zuge der GalaxSea-Sanierung vorübergehend genutzt: Massagen und Kosmetikangebote ziehen temporär in das Gebäude ein. Perspektivisch soll die Zwischennutzung um weitere Freizeit-, Kultur- und Bewegungsangebote erweitert werden. 

Die Entwicklung der ehemaligen Schwimmhalle ist bewusst als mehrjähriger Prozess angelegt. In den kommenden zwei bis drei Jahren sollen Konzepte unter realen Bedingungen getestet und ausgewertet werden. Auf Grundlage der Erfahrungen soll anschließend über eine dauerhafte Nachnutzung entschieden werden.  

 

Stimmen zur Zukunft der ehemaligen Schwimmhalle Lobeda-West 

 

Bernhard Dengel, Geschäftsführer Jenaer Bäder und Freizeit GmbH: „Die Machbarkeitsstudie gibt uns eine belastbare Orientierung für die weitere Entwicklung der ehemaligen Schwimmhalle. Gleichzeitig treffen wir zu diesem Zeitpunkt keine endgültige Entscheidung – wir wollen die zukünftige Nutzung Schritt für Schritt entwickeln und dabei praktische Erfahrungen einbeziehen. Ziel ist eine Lösung, die langfristig wirtschaftlich tragfähig ist und gleichzeitig offen für alle Menschen in der Stadt bleibt.“ 

 

Johannes Schleußner, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Sport: „Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie greifen viele Ideen und Bedürfnisse aus der Bürgerschaft auf. Für uns war wichtig, keine vorschnelle Festlegung zu treffen, sondern Nutzungsmöglichkeiten zu prüfen, die Begegnung, Bewegung, Kultur und gemeinschaftliches Leben in Lobeda stärken können.“ 

 

Katrin Hitziggrad, Blank – Agentur für Zwischennutzung: „Zwischennutzung bedeutet für uns, einen Ort nicht nur theoretisch zu denken und zu planen, sondern ihn gemeinsam mit lokalen Akteuren schrittweise mit Leben zu füllen. Die ehemalige Schwimmhalle Lobeda-West bietet die Chance, unterschiedliche Ideen und Formate unter realen Bedingungen auszuprobieren und daraus zu lernen, was langfristig angenommen wird. Leerstand ist aus meiner Sicht keine Alternative. Die Raumbedarfe von unterschiedlichen Akteuren aus Kunst, Kultur und Bewegung in Jena sind hoch. Die Ermöglichung einer Zwischennutzung bietet hier eine wichtige Grundlage“  

  • Gruppenbild im Becken: Im leeren Becken der ehemaligen Schwimmhalle Lobeda-West: Katrin Hitziggrad von „Blank – Agentur für Zwischennutzung“, Jörg Hühn, Geschäftsführer der reCoVer Stiftung Jena, Johannes Schleußner, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Sport, und Bernhard Dengel, Geschäftsführer der Jenaer Bäder (v. l. n. r.), informierten beim Pressetermin über die nächsten Schritte für die zukünftige Entwicklung der Halle.

    Gruppenbild im Becken: Im leeren Becken der ehemaligen Schwimmhalle Lobeda-West: Katrin Hitziggrad von „Blank – Agentur für Zwischennutzung“, Jörg Hühn, Geschäftsführer der reCoVer Stiftung Jena, Johannes Schleußner, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Sport, und Bernhard Dengel, Geschäftsführer der Jenaer Bäder (v. l. n. r.), informierten beim Pressetermin über die nächsten Schritte für die zukünftige Entwicklung der Halle.

  • Die ehemalige Schwimmhalle Lobeda-West soll schrittweise zu einem neuen Freizeit- und Erlebnisort entwickelt werden.

    Die ehemalige Schwimmhalle Lobeda-West soll schrittweise zu einem neuen Freizeit- und Erlebnisort entwickelt werden.

  • Gruppenbild vor dem Becken: In der ehemaligen Schwimmhalle Lobeda-West: Katrin Hitziggrad von „Blank – Agentur für Zwischennutzung“, Jörg Hühn, Geschäftsführer der reCoVer Stiftung Jena, Johannes Schleußner, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Sport, Bernhard Dengel, Geschäftsführer der Jenaer Bäder, und Volker Blumentritt, Ortsteilbürgermeister Lobeda (v. l. n. r.), stellten Perspektiven für die zukünftige Nutzung des Gebäudes vor.

    Gruppenbild vor dem Becken: In der ehemaligen Schwimmhalle Lobeda-West: Katrin Hitziggrad von „Blank – Agentur für Zwischennutzung“, Jörg Hühn, Geschäftsführer der reCoVer Stiftung Jena, Johannes Schleußner, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Sport, Bernhard Dengel, Geschäftsführer der Jenaer Bäder, und Volker Blumentritt, Ortsteilbürgermeister Lobeda (v. l. n. r.), stellten Perspektiven für die zukünftige Nutzung des Gebäudes vor.

  • Blick in das leere Becken der ehemaligen Schwimmhalle Lobeda-West.

    Blick in das leere Becken der ehemaligen Schwimmhalle Lobeda-West.

  • Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zur Entwicklung der Zwischennutzung der ehemaligen Schwimmhalle Lobeda-West: Bernhard Dengel, Geschäftsführer der Jenaer Bäder, Jörg Hühn, Geschäftsführer der reCoVer Stiftung Jena, und Katrin Hitziggrad von „Blank – Agentur für Zwischennutzung“ (v. l. n. r.).

    Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zur Entwicklung der Zwischennutzung der ehemaligen Schwimmhalle Lobeda-West: Bernhard Dengel, Geschäftsführer der Jenaer Bäder, Jörg Hühn, Geschäftsführer der reCoVer Stiftung Jena, und Katrin Hitziggrad von „Blank – Agentur für Zwischennutzung“ (v. l. n. r.).

  • Ehemalige Schwimmhalle Lobeda-West von Außen.

    Ehemalige Schwimmhalle Lobeda-West von Außen.