Schwimmparadies Jena: Erste positive Bilanz des Einsatzes von KI-Unterstützung Seit

Jul 20, 2026, 8:04:28 AM | Jenaer Bäder | Aktuelles, Pressemitteilungen | Sportschwimmhalle

Seit gut zehn Monaten wird im Schwimmparadies Jena eine neue KI für die Sicherheit der Badegäste eingesetzt. Bernhard Dengel, Geschäftsführer der Jenaer Bäder, zieht eine erste positive Bilanz. “Der Einsatz der KI-Unterstützung im Schwimmparadies hat sich bewährt”, sagte Dengel. „Die Sicherheit unserer Badegäste hat für uns oberste Priorität. Mit dem neuen System setzen wir auf moderne Technik, die unser Personal unterstützt – ohne es zu ersetzen. So gewinnen wir wertvolle Zeit im Notfall“, bilanziert der Bädergeschäftsführer. 
Seit Anfang Oktober vergangenen Jahres gehört im Schwimmparadies eine Smartwatch zur Standardausrüstung des Aufsichtspersonals. Was sonst Schritte zählt oder Puls misst, zeigt hier in Echtzeit an, wie viele Menschen sich im Becken befinden und ob jemand Hilfe benötigt. So wird die Sicherheit der Badegäste noch weiter erhöht – unterstützt durch künstliche Intelligenz (KI).

Möglich wird dies durch das KI-System „Lynxight“, das mit insgesamt 12 Kameras über den Becken der Sportschwimmhalle Schwimmparadies Jena arbeitet. Anders als bei klassischer Überwachung registrieren die Kameras ausschließlich Bewegungen und Positionen, die im System als kleine Punkte dargestellt werden. Die Videodaten werden für 48 Stunden lokal gespeichert und ausgewählte Daten an den Systemanbieter übermittelt: “Vor der Anschaffung haben wir das System durch das KI-Gremium und den Datenschutzbeauftragten der Stadtwerke Jena sorgfältig prüfen lassen. Damit stellen wir sicher, dass die hohen Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit erfüllt werden“, betont Bädergeschäftsführer Bernhard Dengel. 

Unterstützung, kein Ersatz
Das KI-System soll die Schwimmmeister bei ihrer täglichen verantwortungsvollen Tätigkeit unterstützen. Sollte ein Punkt länger stillstehen oder unter der Wasseroberfläche bleiben, schlägt die Smartwatch Alarm. Das Aufsichtspersonal kann sofort reagieren und zur angezeigten Stelle eilen.

Erfahrungen aus anderen Bädern zeigen, dass die Kameras tote Winkel überwinden, mehrere Schwimmer gleichzeitig erfassen können und eine 360°-Ansicht über und unter Wasser bieten.

Vorreiter in Thüringen
In Deutschland setzen bereits Bäder in Städten wie Köln, Wiesbaden oder Karlsruhe die Technologie ein. Mit dem Start in Jena ist das Schwimmparadies das erste Bad in Thüringen, das diese Form der KI-Unterstützung nutzt. Erweist sich das System im Schwimmparadies als erfolgreich, planen die Jenaer Bäder, es perspektivisch auch in den Freibädern sowie im Freizeitbad GalaxSea einzusetzen.
 

So funktioniert die KI im Schwimmparadies
•    Kameras: Rund um die Becken installiert, erfassen sie Bewegungen und Positionen.
•    Darstellung: Personen erscheinen im System als Punkte – keine Bilder, keine Gesichtserkennung.
•    Alarmfunktion: Bei ungewöhnlich langer Bewegungslosigkeit oder Untertauchen wird eine Warnung an die Smartwatch gesendet.
•    Reaktionszeit: Die Aufsichtskräfte können dadurch schneller reagieren.

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