Energiesituation 

Entwicklung der Energiesituation

Obwohl wir immer bemüht sind, günstige Konditionen für unsere Mieter zu erhalten, werden die bisher berechneten Vorauszahlungen aufgrund der gestiegenen Energiekosten nicht ausreichen. Um Sie vor unangenehmen finanziellen Überraschungen bei der Betriebskostenabrechnung zu bewahren, ist deshalb eine Erhöhung der monatlichen Vorauszahlungen nötig.

Die aktuelle Situation bringt viel Verunsicherung und einige Fragen mit sich. Die wichtigsten Fragen zur Kostenentwicklung und technischen Anpassungen haben wir im Folgenden beantwortet.

 

Sie möchten die Höhe Ihrer Betriebskosten freiwillig anpassen? Dann nutzen Sie gern unser Formular. 

Betriebskostenvorauszahlung anpassen

Bitte beachten Sie: Auch wir bei jenawohnen haben derzeit nicht auf alle Fragen eine konkrete Antwort und können oft nur mit Schätzungen und Prognosen arbeiten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass alle Zahlen im Hinblick auf die Kostenentwicklung nur auf Annahmen beruhen und diese sich aufgrund neuer Geschehnisse ändern können. Sofern wir detailliertere Antworten geben können, werden wir dies tun und Sie schnellstmöglich informieren.

Auch im Hinblick auf Wartungsarbeiten an Fenstern und Heizkörpern erreichen uns momentan zahlreiche Anfragen. Wir werden diesen, so schnell es uns möglich ist, nachkommen.

FAQ zur Energiesituation

 

Kosten

Nein, da die Weitergabe der Entlastung durch jenawohnen mit der nächsten Heizkostenabrechnung im Jahr 2023 erfolgt.

Da Fernwärme zu ca. 95 % durch Gas erzeugt wird, ist auch Fernwärme von der Preiserhöhung betroffen. Aktuell (Stand: Oktober2022) gehen wir von einer Steigerung von rund 70 % für das Jahr 2023 aus.

Ja! Das liegt daran, dass die Gaspreisbremse die Energiekosten nicht zu 100 % abfängt und die Kosten andererseits von Ihrem Verbrauch abhängen. Zudem ist nicht abzusehen, wie sich die Gaspreise und anderen Kosten weiterentwickeln.

Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, die monatlichen Vorauszahlungen entsprechend zu erhöhen, um einer potenziellen Nachzahlung vorzubeugen und weiterhin Maßnahmen zum Energiesparen im Alltag zu integrieren.

Fall Sie Ihre Vorauszahlungen erhöhen möchten, können Sie unser Formular zur Betriebskostenanpassung nutzen.

Auch wir als Vermieter sind vom Anstieg der Energiepreise betroffen. Um Ihnen böse Überraschungen zu ersparen, erhöhen wir die Betriebskostenvorauszahlungen im Rahmen der Betriebskostenabrechnungen.

Darüber hinaus haben Sie jederzeit die Möglichkeit, Ihre Nebenkosten-Vorauszahlung anzupassen. Bitte beachten Sie, dass der Betrag nicht niedriger als Ihre derzeitige Vorauszahlung sein darf.

Zum aktuellen Zeitpunkt können wir keine genaue Aussage darüber treffen, wie die optimale Erhöhung Ihrer Nebenkosten-Vorauszahlung aussehen könnte. Dies ist sehr individuell und hängt unter anderem von Ihrem Verbrauch, der Wohnungsgröße und der Anzahl der Bewohner ab.

Aufgrund der Kosten für 2022 können wir Ihnen als Bemessungsgrundlage eine Erhöhung der Nebenkosten-Vorauszahlung von 50 % - 70 % nennen. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen sehr groben Richtwert handelt, der sich aufgrund der aktuellen Lage sehr schnell ändern kann (Stand: Oktober 2022).

Wenn Sie Ihre Nebenkosten-Vorauszahlung erhöhen möchten, können Sie uns Ihren Anpassungswunsch per E-Mail an betriebskosten@jenawohnen.de mitteilen oder füllen Sie unser Kontaktformular aus.

Auch bei den kalten Betriebskosten ist ein Anstieg der Kosten zu erwarten. Dies liegt unter anderem an der Anhebung des Mindestlohns und den gestiegenen Preisen von Material- und Transportkosten der Dienstleister.

Zur Erklärung: Bei den Betriebskosten wird zwischen den sogenannten kalten und warmen Kosten unterschieden. Zu den warmen Betriebskosten zählen verbrauchsabhängige Komponenten wie Warmwasser oder die Heizung. Unter kalten Betriebskosten verstehen sich unter anderem die Kosten für die Grünanlagenpflege, die Wartung des Aufzugs oder für die Beleuchtung des Treppenhauses. Die genaue Aufschlüsselung der Kostenpunkte finden Sie in Ihrer Betriebskostenabrechnung.

Uns ist bewusst, dass die aktuelle Situation eine besondere Herausforderung für viele Haushalte darstellt. Generell gilt: Es wird keiner wegen der aktuell gestiegenen Nebenkosten seine Wohnung bei jenawohnen verlieren. Sollten Sie betroffen sein oder sich aus anderen Gründen in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation befinden, melden Sie sich bitte umgehend bei uns.

Gemeinsam besprechen wir die Möglichkeiten (Anspruch auf Wohngeld oder andere Sozialleistungen, Angebote von Vereinen und sozialen Trägern, Ratenzahlungsvereinbarungen usw.) und finden eine passende Lösung!

Sie erreichen uns per Mail unter soziales@jenawohnen.de oder recht@jenawohnen.de.

Die Abrechnung orientiert sich an den individuellen Verbräuchen der Mieter. Die Größe der Wohnung und die Anzahl der Bewohner nehmen ebenfalls Einfluss auf die Kosten. Bei höheren Verbräuchen werden die Kosten dementsprechend nach oben angepasst. Dadurch können die Vorauszahlung unterschiedlich ausfallen.

Sollten Sie aufgrund der gestiegenen Kosten auf der Suche nach einer kleineren Wohnung bzw. günstigeren Wohnung sein, füllen Sie gern unseren Interessentenbogen aus und buchen Sie parallel dazu einen Termin bei unserem Beratungsteam. Wir versuchen Sie bei der Suche bestmöglich zu unterstützen.

Technische Fragen 

Heizlüfter und Radiatoren benötigen sehr viel elektrische Energie. Da die Kilowattstunde Strom deutlich teurer ist als Fernwärme oder Erdgas, können die Kosten, durch den zusätzlichen Einsatz von Heizlüftern oder Radiatoren, nicht reduziert werden. Zudem sind diese Geräte in der Regel nicht für den dauerhaften Gebrauch entwickelt worden. Auch die hohe Leistungsaufnahme von 2000W kann die Hausinstallation und schlimmstenfalls sogar das Stromnetz überfordern. Aus diesen Gründen raten wir Ihnen vom Gebrauch von Heizlüftern und Radiatoren ab.

Quelle: Energie kurz erklärt - Heizen mit Strom 

Das Heizungsthermostat ist ein Regler, mit dem die Raumtemperatur über die Durchflussmenge des Heizwassers beeinflusst werden kann. Je nach Einstellung fließt bei Öffnung des Thermostats eine gewisse Menge an Heizwasser durch den Heizkörper. Ist die eingestellte Raumtemperatur erreicht, schließt das Ventil des Heizungsthermostats und reduziert so die Durchflussmenge des Heizwassers, bis hin zum völligen Verschluss des Ventils. Sinkt die Raumtemperatur, öffnet sich das Ventil wieder, bis die Wunsch- bzw. Solltemperatur erreicht ist.

Auf den meisten manuellen Heizungsthermostaten sind die Stufen 1 bis 5 abgebildet. Zusätzlich gibt es Symbole wie den Stern oder die Schneeflocke für die Frostschutz-Einstellung. Je nach Stufe wählen Sie Ihre Wunschtemperatur aus. Die Erhöhung einer Stufe entspricht einem Temperaturunterschied von 3 bis 4 Grad Celsius mehr.

Prüfen Sie die Raumtemperatur bei Bedarf gern mit einem Thermometer.

Ja, die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage wird im Jahresverlauf der Außentemperatur angepasst, um Energie zu sparen.

Die Wassertemperatur wird durch jenawohnen nicht herunterreguliert. Dies hat den Grund, dass sich bei niedrigeren Wassertemperaturen Legionellen bilden können. Um das zu vermeiden, müssen die Warmwasserleitungen und der Warmwasserspeicher mit heißem Wasser regelmäßig durchspült werden, um sich eventuell bildende Legionellen abtöten zu können bzw. um die Trinkwassergüte dauerhaft zu gewährleisten.

Tipp: Gern können Sie Warmwasser sparen, indem Sie z.B. weniger häufig oder wenig lang duschen.

Zur Erklärung: Legionellen sind Bakterien, die sich im Leitungswasser bilden können. Dies entsteht z.B. wenn die Warmwassertemperatur dauerhaft zu gering ist oder sich durch Nichtbenutzung von Zapfstellen eine Stagnation im Leitungssystem einstellt. Legionellen werden als Aerosol eingeatmet und können unter anderem zu Bauchschmerzen, Durchfall oder Lungenentzündungen führen. Bei jenawohnen die Warmwasserleitungen und Warmwasserspeicher regelmäßig nach den gesetzlichen Regelungen auf Legionellen geprüft.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: Legionellen - infektionsschutz.de

Wird der Heizkörper nicht ausreichend warm oder macht der Heizkörper blubbernde Geräusche, dann ist eine Kontrolle am Heizsystem notwendig. Meist ist Luft im Heizkörper der Grund für die verminderte Heizleistung.

Wir möchten Sie bitten, Ihre Heizkörper zunächst nicht selbstständig zu entlüften! Denn, sowohl vor als auch nach der Entlüftung sollte der Druck im Heizungssystem geprüft und ggf. Wasser nachgefüllt werden. In einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung ist dafür eine Rücksprache mit uns als Vermieter erforderlich, denn Mieter können den Heizungsdruck nicht selbst kontrollieren und nachsteuern.

Haben Sie Probleme mit Ihrem Heizkörper, dann nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Mieterbetreuer auf.

Zugige oder defekte Fenster können die Raumtemperatur negativ beeinflussen und die Heizkosten unnötig in die Höhe treiben. Nicht immer handelt es sich bei einem Luftzug um undichte Fenster.

Bei einigen Fenstern gibt es technisch notwendige und gewollte Zuluftöffnungen, z.B. Systeme wie Regelair. Diese Zuluftöffnungen sind für den Betrieb der Abluftanlagen in den Bädern erforderlich. Der Energieverlust durch die gewollte Lüftung ist notwendig und sehr gering. Die vorgesehenen Lüftungsöffnungen sind wichtig für das Raumklima und dürfen nicht verschlossen werden. Andernfalls wird Schimmelbildung in der Wohnung begünstigt.

Verschleiß und/oder Temperaturschwankungen führen dazu, dass Wartungen oder Reparaturen an den Fenstern notwendig werden können. Falls Sie vermuten, dass Ihre Fenster undicht oder defekt sind, füllen Sie gern unser Kontaktformular  „Schaden melden” aus oder wenden Sie sich an Ihren Mieterbetreuer. Unsere Hausmeister werden sich Ihre Fenster zeitnah anschauen und weitere Maßnahmen mit Ihnen besprechen.

Tipp: Legen Sie ein Blatt Papier zwischen das Fenster und schließen dieses. Können Sie das Blatt Papier im geschlossenen Zustand herausziehen? Dann kann es sein, dass die Dichtungen erneuert werden müssen.

Beschlagene Fenster oder Fenster, an denen sich bereits Kondenswasser gebildet hat, sind immer ein Zeichen für warme, feuchte Luft in der Wohnung. Um dies zu vermeiden, sollten Sie regelmäßig lüften. Öffnen Sie die Fenster dabei morgens und abends für 10 bis 15 Minuten (Stoßlüften). Ein gekipptes Fenster ist dabei nicht ausreichend.

Sollte sich Kondenswasser gebildet haben, wischen Sie dieses mit einem trockenen Tuch ab, um Schimmelbildung in den Fugen und umliegenden Tapeten vorzubeugen.

8 nützliche Tipps, wie Sie Energie & Kosten sparen 

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Raumtemperatur runterregeln

Wenn Sie Ihre gewohnte Raumtemperatur um 1 Grad reduzieren, senken Sie damit Ihre Energie- und Heizkosten um circa 6 Prozent. Kleine Änderung, die man kaum bemerkt – große Sparwirkung!

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Heizkörper freihalten

Möbel, Verkleidungen oder Vorhänge/Gardinen unmittelbar vor den Heizkörpern senken die Effektivität der Heizung und erhöhen so die Kosten!

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Thermostate niedrig drehen

Beim Verlassen der Wohnung und längerer Abwesenheit drehen Sie die Thermostate nicht komplett zu, sondern eine Stufe niedriger. Das spart Energie, kühlt aber gleichzeitig die Wohnung nicht aus.

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Vor Zugluft schützen

Haben Sie Fenster oder eine Wohnungstür, wo es etwas zieht? Legen Sie einfach einen Zugluftstopper vor den Spalt. Wer Außenjalousien hat, sollte sie nachts unten lassen – das dämmt zusätzlich.

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Geräte vom Netz nehmen

Schalten Sie Elektrogeräte immer ganz aus – der Stand-by-Modus verbraucht viel Strom (am Fernseher zum Beispiel 36 Euro pro Jahr). Das gilt besonders auch für Handy-Ladegeräte,die immer am Stromnetz hängen!

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Kochwäsche vermeiden

Mit den heutigen guten Waschmitteln reichen in der Regel 40 Grad, oft sogar 30! Wenn die Wäsche nicht zu stark verschmutzt ist, lässt sich so eine Menge Energie einsparen. Und bitte die Maschine nur anstellen, wenn sie wirklich voll ist. Das gilt auch für die Spülmaschine!

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Kühlgeräte kontrollieren

In der Tiefkühltruhe reichen minus 18 Grad, im Kühlschrank plus 8 Grad völlig aus – jedes Grad weniger kostet! Auch wichtig: Vereiste Tiefkühler verbrauchen enorm viel Strom. Deshalb regelmäßig abtauen!

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Keine mobilen Heizgeräte

Die Geräte können die elektrische Anlage überlasten, sind nicht effizient und verbrauchen extrem viel Strom.

Energiesituation: Richtig Lüften

Wohlfühltipps

In der kalten Jahreszeit ist oft durch unzureichendes Lüften zu viel Feuchtigkeit in der Wohnung, was zu Unwohlsein, Schimmelbildung und sogar zu baulichen Schäden führen kann.

Um Energie zu sparen, macht es Sinn, die Raumtemperatur leicht zu senken. Dennoch sollten Sie nicht vergessen, regelmäßig zu lüften, um feuchte Luft hinaus zu lassen. Einfach morgens und abends für mehrere Minuten die Fenster weit öffnen – so wird verbrauchte Luft durch frische Luft ersetzt. Dabei sollten die Thermostatventile kurzzeitig heruntergedreht werden.

So heizen und lüften Sie richtig

  • Lüften Sie während der Heizperiode stets kurz und kräftig mit weit geöffnetem Fenster.
  • Lüften Sie im Winter mindestens dreimal täglich für drei bis maximal fünf Minuten und nicht länger, um ein Auskühlen der Räume zu vermeiden. Bei erhöhtem Feuchteeintrag muss zusätzlich gelüftet werden.
  • Lüften Sie bei jedem Wetter! Kalte Luft ist immer trocken – auch bei „nasskaltem“ Wetter.
  • Lüften durch Ankippen der Fenster im Winter ist unbedingt zu vermeiden. Durch diese Spaltlüftung kühlt die Fensterwand erheblich aus und es lagert sich die Raumfeuchtigkeit daran ab. Dadurch können Feuchtigkeitsschäden entstehen, die bis zur Schimmelbildung führen können.
  • Beschlagene Fenster und Feuchtigkeit auf dem Fensterbrett sind ein sichtbares Zeichen für eine ungenügende Lüftung der Räume.
  • Auch wenn Sie tagsüber nicht da sind – die Heizung nie ganz ausstellen! Ständiges Auskühlen und Wiederaufheizen ist teurer als das Halten einer abgesenkten Temperatur.
  • Halten Sie die Türen unterschiedlich beheizter Zimmer geschlossen. Die eindringende Luft aus wärmeren Räumen verursacht Kondenswasser im kälteren Zimmer