Ohne Tiefbau zur Ladesäule: AWO setzt auf Laternenlader der Stadtwerke Energie

17.06.2026, 11:51:56 | Stadtwerke Energie Jena-Pößneck | Aktuelles, Pressemitteilungen | Elektromobilität

Aus der Straßenlaterne wird eine praktische Ladestation: Auf dem Parkplatz der AWO-Tagespflege in der Rudolf-Breitscheid-Straße 2 in Jena-Lobeda haben die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck einen sogenannten Laternenlader installiert. Er nutzt die vorhandene Infrastruktur einer Straßenlaterne, um das dienstliche Elektrofahrzeug mit Strom zu versorgen. 

Der Ladepunkt ist speziell auf den Alltag der Einrichtung zugeschnitten. Das Elektrofahrzeug der Tagespflege ist tagsüber unterwegs und steht nachts über viele Stunden auf dem Parkplatz. Genau diese Standzeit nutzt der Laternenlader: Mit einer moderaten Ladeleistung von 3,7 kW wird das Fahrzeug über Nacht dennoch vollständig geladen und steht am Morgen wieder einsatzbereit zur Verfügung. Zum Vergleich: Normale öffentliche Ladesäulen laden mit einer höheren Ladeleistung von 11 bis 22 kW, Schnelllader mit 50 kW oder mehr.  


Frank Burkert, Leiter der Tagespflege im AWO Wohnpark Lebenszeit: „Für uns ist entscheidend, dass unser Fahrzeug im Alltag zuverlässig einsatzbereit ist. Der Laternenlader passt sehr gut zu unseren Abläufen: Tagsüber ist das Auto im Einsatz, über Nacht kann es direkt vor Ort laden – und am Morgen ist es wieder startklar. Das ist für uns eine pragmatische und nachhaltige Lösung.“ 

 

Bestehende Infrastruktur clever nutzen 
Die Besonderheit des Projekts liegt im einfachen technischen Ansatz. Der Laternenmast dient als Halterung für den Ladepunkt, der Strom kommt aus der Elektroanlage des AWO-Gebäudes. Dadurch waren nur geringe Anpassungen an der bestehenden Elektroinstallation nötig. Aufwendige Tiefbauarbeiten konnten vollständig vermieden werden.

Andreas Well, Projektverantwortlicher bei den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck: „Laternenladen ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Elektromobilität pragmatisch in bestehende Strukturen integrieren lässt. Gerade dort, wo Fahrzeuge ohnehin lange stehen – etwa über Nacht auf einem Firmenparkplatz – kann diese Lösung sehr gut funktionieren.“ 

 

Lösung mit Modellcharakter 
Das Projekt zeigt, dass Laternenlader nicht nur im öffentlichen Raum sinnvoll sind. Auch für Unternehmen, soziale Einrichtungen oder Gewerbebetriebe mit Fahrzeugen mit entsprechendem Fahrprofil sowie passenden Stellflächen kann diese Lösung interessant sein – vorausgesetzt, eine geeignete Laterne und die entsprechenden technischen Voraussetzungen sind vorhanden. 

 

Teil der Ladeinfrastruktur-Strategie der Stadtwerke 
Die Stadtwerke Energie bauen ihr Ladeangebot in Jena und der Region kontinuierlich aus – mit unterschiedlichen Lösungen für verschiedene Anwendungsfälle: von Schnellladestationen über öffentliche Ladesäulen bis hin zu individuellen Ladepunkten für Unternehmen und Wohnquartiere. Aktuell betreiben die Stadtwerke Energie insgesamt 287 Ladepunkte, 149 davon für Unternehmen. 
Der AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e. V. engagiert sich in Jena und der Region mit vielfältigen sozialen Angeboten für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen. Dazu gehört auch die Tagespflege im AWO Wohnpark Lebenszeit in Jena-Lobeda. Verlässliche Mobilität ist dort ein wichtiger Baustein, um den Alltag der Einrichtung gut zu organisieren. 

 

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Frank Burkert, Leiter der Tagespflege im AWO Wohnpark Lebenszeit, Andreas Well von den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck und Heiko Hirte, Projektmitarbeiter im Projekt JenErgieReal neben dem neuen Laternenlader auf dem Parkplatz der Tagespflege in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Jena-Lobeda.

Frank Burkert, Leiter der Tagespflege im AWO Wohnpark Lebenszeit, Andreas Well von den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck und Heiko Hirte, Projektmitarbeiter im Projekt JenErgieReal neben dem neuen Laternenlader auf dem Parkplatz der Tagespflege in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Jena-Lobeda.