Stadtwerke im Austausch: Gemeinsam die Wärmewende voranbringen
Oct 28, 2026, 1:39:44 PM | Stadtwerke Energie Jena-Pößneck | Aktuelles | JenErgieReal
Wie kommen Stadtwerke bei der Wärmewende von der Planung in die Umsetzung? Welche Kompetenzen braucht es dafür und welche Rolle spielen Kooperationen? Rund 30 Entscheidungsträger und Fachleute aus Energieversorgung, Technologie, Ingenieurwesen und Forschung diskutierten diese Fragen beim ODH-Stadtwerkeforum Mitteldeutschland in Jena.
Das Forum wurde gemeinsam vom ODH Open District Hub e. V. und den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck nach Jena geholt. Im Mittelpunkt standen der Aufbau von Know-how für innovative Quartierslösungen und die Frage, wie Kooperationen Stadtwerken helfen können, Projekte voranzubringen.
„Raus aus den Silos“ brachte dabei einen zentralen Gedanken des Tages auf den Punkt: Gerade auf dem Weg von der Planung zur Umsetzung braucht es verschiedene Fachleute, Erfahrungen und Partner, die ihr Wissen zusammenbringen.
Von der Analyse zur Wärmelösung
Daran knüpfte auch Ingo Müller, Teamleiter im Bereich Wärme- und Energieprojekte, an. Am Beispiel ANIKA zeigte er, wie aus der Analyse eines Quartiers ein tragfähiges Konzept für die künftige Wärmeversorgung entwickelt werden kann.
Auch die weiteren Beiträge richteten den Blick auf den Weg von der Planung in die Praxis: Was kommt nach der kommunalen Wärmeplanung? Wie lässt sich externes Know-how für innovative Wärmenetze und Quartierslösungen nutzen? Und welche Möglichkeiten bieten Großwärmepumpen und eine intelligente Betriebsführung?
Mit Anja Zeitschel aus dem Bereich Projekte und Digitalisierung kam ein weiteres Beispiel aus Jena auf die Agenda. Gemeinsam mit Ingo Müller gab sie Einblicke in JenErgieReal, ein Reallabor aus dem 7. Energieforschungsprogramm. Im Fokus standen unter anderem intelligente Hausanschlussstationen und die Heizungssteuerung mit thermischer Sektorenkopplung.
Wissen teilen, Kooperationen nutzen
Wie wichtig Zusammenarbeit für die Wärmewende ist, stand im zweiten Teil des Forums im Mittelpunkt. Die Themen reichten von Kooperationsmodellen in der Wärmeversorgung über Energie- und Flexibilitätspartnerschaften bis zu Mieterstrom sowie dem Einsatz von Datenräumen und KI. Dahinter stand eine für Stadtwerke zentrale Frage: Welche Kompetenzen braucht es im eigenen Haus und wo können die richtigen Partner die Umsetzung voranbringen?
Auch die Stadtwerke Jena Netze brachten ihre Erfahrungen ein. Raffael Hubich zeigte gemeinsam mit Fritz Spukti von IPH Selzer Ingenieure, wie kommunale Wärmeplanung im Netzwerk und der Aufbau regionaler Ökosysteme für die Wärmewende zusammenspielen können.
Der Austausch in Jena machte deutlich: Viele Stadtwerke stehen vor ähnlichen Aufgaben. Nicht jede Lösung muss deshalb für sich allein entwickelt werden. Wissen teilen, Erfahrungen nutzen und unterschiedliche Kompetenzen über Unternehmensgrenzen hinweg zusammenbringen kann dabei helfen, schneller vom Konzept zum konkreten Projekt zu kommen.