Smarte Ideen aus Lobeda wirken über Jena hinaus
16.01.2026, 10:29:15 | Stadtwerke Jena Gruppe | Aktuelles, Pressemitteilungen | JenErgieReal | Smartes Quartier
Mit einer Fachtagung im Volkshaus Jena ist das Modellprojekt Smartes Quartier Jena-Lobeda seit dieser Woche offiziell abgeschlossen – und zugleich der Blick nach vorn gerichtet. Rund 50 Projektpartner aus Wohnungs- und Energiewirtschaft, Stadtverwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zogen am Mittwoch, 14. Januar, Bilanz zu einem prägenden Stadtentwicklungsprojekt für Jena.
Im Smarten Quartier Jena-Lobeda wurden über fünf Jahre neue Lösungen für den Wohnungsbestand erprobt: von energieeffizientem Wohnen über digitale Unterstützung im Alltag bis hin zu neuen Formen der Gesundheitsversorgung. Ziel war es, Technik alltagstauglich einzusetzen und konkrete Verbesserungen für die Menschen im Quartier zu erreichen.
Projektleiterin Mandy Steinbrück: „Das Smarte Quartier hat gezeigt, dass Innovation dann trägt, wenn sie im Sinne der Menschen gedacht ist und im Alltag funktioniert. Technik war hier kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um Lebensqualität, Sicherheit und Teilhabe konkret zu verbessern“.
Die Fachtagung markierte den offiziellen Abschluss des Projekts. In Impulsvorträgen und einer Podiumsdiskussion wurde jedoch deutlich, dass die im Quartier gewonnenen Erkenntnisse weiter genutzt werden sollen. So gilt die im Projekt erprobte Telemedizin als übertragbares Modell. Aktuell laufen Planungen, vergleichbare Angebote auch im Saale-Holzland-Kreis umzusetzen.
Entwickelt und getragen wurde das Smarte Quartier von der Stadtwerke-Tochter jENERGIE. Mit dem Projektabschluss ging auch ein Wechsel in der Verantwortung einher: Der bisherige jENERGIE-Geschäftsführer Tobias Wolfrum übergab den Staffelstab an die neue Geschäftsführerin Susanne Lippmann, die bereits eng in die Entwicklung des Smarten Quartiers eingebunden war und die inhaltlichen Schwerpunkte nun weiterentwickelt.
Parallel dazu setzt die Stadtwerke Jena Gruppe mit dem Reallabor der Energiewende JenErgieReal auf die Weiterentwicklung der im Smarten Quartier erprobten Ansätze. Das „Reallabor der Energiewende“ zeigt, wie moderne Gebäudetechnik, digitale Steuerung und erneuerbare Energie intelligent zusammenspielen - mit direktem Nutzen für die Menschen vor Ort: mehr Effizienz, weniger CO₂, neue Teilhabe an der Energiewende.
Hintergrund: Smartes Quartier Jena-Lobeda
Das Smarte Quartier Jena-Lobeda ist ein Modellprojekt der Stadtwerke-Tochter jENERGIE. In einem sanierten jenawohnen-Typenbau (WBS70) entstanden bis Ende 2024 rund 250 Wohnungen, die Hälfte davon mietpreisgebunden. Die Wohnungen sind mit Smart-Home-Technik für mehr Energieeffizienz und Komfort ausgestattet und werden durch Gesundheitsangebote sowie nachbarschaftliche Vernetzungsformate ergänzt. Intelligente Heizungssteuerungen ermöglichen dabei Heizkostenersparnisse von bis zu 30 Prozent.
Fotos (©Stadtwerke Jena, Jürgen Scheere)