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22.11.2018

Graffitikunst auf der Trafostation rückt Einzigartiges in den Blick


Zu einem „echten Hingucker“ entwickelt sich derzeit die Trafostation der Stadtwerke Jena Netze in der Kastanienallee in Pößneck. Im Auftrag der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck gestaltet die Agentur „Fassadenwechsel“ aus Langenorla auf dem Gebäude ein aufwändiges Graffiti: Es zeigt eine Ansicht der Zechsteinriffe am Rande von Pößneck, eine geologisch äußerst bedeutsame Felsformation. Die Künstler haben Anfang November mit der Gestaltung begonnen, inzwischen ist das Motiv fast fertig. Letzte „Pinselstriche“ können gesetzt werden, wenn die Temperatur wieder über 5 Grad steigt.

Regelmäßig lassen die Stadtwerke ihre Anlagen künstlerisch gestalten. Ziel ist es, als Energieversorger Präsenz vor Ort zu zeigen und auf die umfangreiche Infrastruktur hinzuweisen, die die Stadtwerke Jena Netze zur sicheren Versorgung der Pößnecker vorhalten müssen. Den Anstoß für das konkrete Projekt in der Kastanienallee hatte Anwohner und Stadtrat Wolfgang Kleindienst gegeben, die Motividee stammt von der Fachbereichsleiterin Finanzen/Kultur Dr. Julia Dünkel.

„Die Zechsteinriffe um Pößneck sind eine bedeutende geologische Formation, die vor etwa 257 Millionen Jahren entstand“, erklärt Dünkel. „Damals war unsere Region vom Zechsteinmeer geprägt, in dem sich sauerstoffbildende Cyano-Bakterien (Stromatolithen) tummelten – die Grundlage des Lebens auf unserer Erde. Sie formten die schroffen Felsgebilde, die in Erhaltung und Vielfalt als einmalig (mindestens) in Europa gelten.“ Diese Einzigartigkeit bekannter zu machen und touristisch besser zu erschließen, ist ein großes Anliegen der Stadt Pößneck.

Zum attraktiven Werbeträger für die Zechsteinriffe entwickelt sich nun die Trafostation der Stadtwerke Jena Netze in der Kastanienallee. Die Anlage war 1988 zur Versorgung des gegenüberliegenden Altenheimes (heute altersgerechtes Wohnen) errichtet worden. In der Trafostation kommt Strom in Mittelspannung an, wird in Niederspannung umgewandelt und an die Haushalte verteilt. Aktuell versorgt sie rund 500 Wohneinheiten mit Energie.