16.02.2018

Verleihung des Walter-Dexel-Stipendiums für Thomas Eckardt


Das von der Stadt Jena und den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck vergebene Walter-Dexel-Stipendium für das Jahr 2017 geht an Thomas Eckardt. Bereits zum 21. Mal erhält damit ein Jenaer Künstler den mit 5.000 Euro dotierten Preis. Mit dem Preisgeld werden regionale Künstlerinnen und „Kunstermöglicher“, die sich nachhaltig um die Entwicklung der Kunst- und Kulturlandschaft in Jena verdient gemacht haben, gewürdigt. Die Mittel für das Stipendium stellen die Stadtwerke Energie zur Verfügung.

Thomas Eckardt ist seit mehr als 25 Jahren DAS Gesicht der Jazzmeile. Mit großem Enthusiasmus hat er diese besondere Veranstaltungsreihe zu einem weithin strahlenden Thüringer Festival mit über 150 Einzelveranstaltungen in 18 Thüringer Kommunen profiliert. Es gehört zu seinen Verdiensten, dass er – ohne großen Mitarbeiterstab – die internationale Szene nach Jena und Thüringen holt.

Jazz bedeutet dabei vor allem musikalische Freiheit und Selbstverwirklichung; er soll zugleich ein Gegenpol zu einer oberflächlichen Spaßkultur sein. Mehr und mehr prägt die Programm-Gestaltung ein Kunstsparten übergreifender Crossover-Ansatz und bietet damit neuen Zielgruppen völlig neue Zugänge. Besonders ehrenwert ist in diesem Kontext die Nachwuchsarbeit, die bis hinunter ins Kindergartenalter Angebote macht.

„Thomas Eckardt hat sich für seine Arbeit, auch als begnadeter Netzwerker, zunehmend nicht nur regionale und überregionale, sondern sogar internationale Wertschätzung erworben. Er hat dafür zurecht bereits zahlreiche Ehrungen erhalten und ist zu einem hervorragenden Botschafter für die Lichtstadt Jena avanciert“, begründet Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter die Entscheidung der Jury. Zu dieser gehörten neben Schröter auch  Dr. Jörg Vogel, Vorsitzender des Kulturausschusses, Dr. Martin Straub, Vertreter des Lesezeichens e.V., Jenakultur-Werkleiter Jonas Zipf, Tina Schnabel, Vertreterin der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck, und Erik Stephan, Kurator der Kunstsammlung Jena.

Jeweils vor der Jurysitzung können Vorschläge aus der Öffentlichkeit schriftlich eingereicht werden. In diesem Jahr waren es zehn Vorschläge, unter denen auch der Stipendiat mehrmals vorkam.