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Wie die Stadtwerke Energie auf Fukushima reagierten


Die Nuklearkatastrophe von Fukushima ereignete sich vor genau fünf Jahren am 11. März 2011. Im Anschluss an die Unglücksserie läutete die Bundesregierung die Energiewende ein. Die Stadtwerke Energie beschlossen umgehend,  Atomstrom aus ihrem Energiemix zu verbannen und setzten damit ein Signal, das über die Landesgrenzen hinaus ging.

Zwei Jahre später gingen die Stadtwerke Energie noch einen Schritt weiter: Grün, zertifiziert und ohne Aufpreis liefern sie seit Juli 2013 an ihre über 63.000 Privat- und Geschäftskunden ausschließlich sauberen jenaturStrom. Damit legten sie als erstes Stadtwerk in Ostdeutschland den Schalter auf „Komplett-Grün“ um. Und das honorieren die Kunden: Um rund 70 Prozent ist der Verkauf an der Gesamtstrommenge in den fünf Jahren gestiegen, die voraussichtlich in diesem Jahr mit mehr als 300 Millionen Kilowattstunden beziffert werden kann.

JenaturStrom stammt zu 100 Prozent aus europäischer Wasserkraft. Die Erzeugung findet ohne Kohlendioxid-Emissionen statt, es entstehen keine radioaktiven Abfälle. Uwe Kreitel vom Vertrieb der Stadtwerke Energie: „Durch unsere Umstellung auf jenaturStrom sparten wir gemeinsam mit unseren Kunden in den letzten fünf Jahren rund 650 Kilogramm hochradioaktiven Abfall und knapp 660.000 Tonnen Kohlendioxid. Das entspricht der Menge an Kohlendioxid, wie etwa 660 Quadratkilometer Wald – und damit die Fläche von 92.000 Fußballfeldern – pro Jahr in der Wachstumsphase aufnimmt.“

Dass der Strom der Stadtwerke Energie auch wirklich zu 100 Prozent grün ist, garantiert der Nachweis über das Umweltbundesamt. Dort wird ein Herkunftsnachweisregister geführt. Damit können die Strommengen Erzeugungsanlagen zuordnet werden. Dass jährlich auch genau so viel Ökostrom eingekauft wie verkauft wird, kontrolliert und zertifiziert der TÜV.

Investitionen in Erneuerbare Energien
Neben dem Verkauf von sauberem Strom spielen zahlreiche Projekte zu erneuerbaren Energien eine immer größere Rolle bei den Stadtwerken Energie. So investierte das  kommunale Unternehmen während der letzten fünf Jahre mehrere Millionen Euro in Erneuerbare-Energien-Anlagen. Damit zeigen die Stadtwerke Energie, dass für sie die Energiewende mit gestalten weit mehr heißt, als den Stromschalter auf Grün zu drehen. Schließlich ist die Verbindung von Wirtschaftlichkeit, Schutz der Umwelt und regionaler Verbundenheit schon immer fest in den Unternehmenszielen verankert.