OTZ-Benefizkalenderaktion bringt 10.000 Euro für Hospiz

Jun 1, 2026, 11:26:20 AM | Stadtwerke Jena Gruppe | Aktuelles | Engagement

Jena. Der Garten des Jenaer Hospizes präsentiert sich in sattem Grün. Alles hier scheint ins Leben zu streben. Doch zum frühlingshaften Werden gehört an diesem Ort auch das Vergehen. Damit Menschen die letzten Tagen und Wochen ihres Lebens gut umsorgt und möglichst schmerzfrei im Hospiz verbringen können, benötigt die Einrichtung finanzielle Unterstützung. Fünf Prozent der jährlichen Gesamtkosten werden nicht von den Krankenkassen getragen, das sind etwa 150.000 Euro. Deshalb freute sich die neue Leiterin des Jenaer Hospizes, Monika Hirche, eine 10.000-Euro-Spende entgegennehmen zu können. „Für uns und unsere Gäste ist diese finanzielle Unterstützung essenziell. Wir sind froh und dankbar, dass wir bereits seit sechs Jahren durch die OTZ-Kalenderaktion unterstützt werden“, sagt sie.


Fotokalender und Versteigerung bringen 10.000 Euro Spenden ein

Im Jahr 2020 begann Tino Zippel, stellvertretender Chefredakteur der Ostthüringer Zeitung, die Saalestadt für die Aktion in Bildern einzufangen. Als Fotograf zeigt er Jena aus ungewöhnlichen Perspektiven und von seinen schönsten Seiten. Für 2021 erschien mit Unterstützung der Stadtwerke Jena erstmals ein Kalender mit den besten Jena-Motiven. Heute hat der seither jährlich erscheinende Kalender auch über Jenas Stadtgrenzen hinaus Fans gefunden und sich zu einem beliebten Sammlerstück entwickelt.


Aus dem Verkauf des Kalenders fließt ein Teil des Geldes als Spende an das Hospiz – in diesem Jahr waren das 2500 Euro. Weitere 7500 Euro kommen aus der Versteigerung hinzu, die mit der Kalenderaktion verbunden ist. Die Kalendermotive sowie weitere Bilder werden jedes Jahr großformatig auf Alu-Dibond gedruckt und für zwei Wochen in der GoetheGalerie ausgestellt und versteigert. So wird der Einkaufsbummel zu einer Entdeckungstour durch Jena: Man blickt auf die Dächer von Göschwitz, sieht den Kirchturm von Vierzehnheiligen hinter einem goldenen Sonnenblumenfeld, die Sonne, die auf Lobeda-Altstadt strahlt, und Bäume, die sich paradiesisch in der Saale spiegeln.


Gewinner gibt es bei dieser Aktion viele, sagt Centermanager Michael Holz. Alles verzahne sich in diesem Projekt ganz wunderbar, und natürlich wünsche er sich, dass auch für 2027 ein neuer Kalender erscheine. Auch Ines Eckert, Leiterin der Stadtwerke-Unternehmenskommunikation, freut sich bereits auf eine weitere Auflage. Das Projekt setze die Stadt in den Fokus und spreche viele Menschen an. Und am Ende sei alles auch noch für den guten Zweck.
Noch ein wenig muss sich Ines Eckert gedulden. Doch Tino Zippel hat natürlich schon wieder viele einzigartige Aufnahmen im Kasten und bereits Favoriten für den Kalender 2027 ins Auge gefasst. Unter anderem werden die Polarlichter über der Bockwindmühle in Krippendorf dabei sein. Und auch 2027 wird dann wieder eine Spende an das Jenaer Hospiz überreicht.


Monika Hirche und das gesamte Hospiz-Team sind für diese Kontinuität dankbar. Ein Teil der diesjährigen Spendensumme werde im wahrsten Sinne des Wortes verräuchert, und ein kleiner Teil sei auch für die Katz, scherzt sie. „Wir finanzieren damit unter anderem unsere Aromatherapie mit Ölen und Räucherstäbchen, die dazu beiträgt, das Wohlbefinden unserer Gäste in den letzten Tagen ihres Lebens zu verbessern. Auch unsere Katzen freuen sich über das Geld.“ Die drei Kater – Carlos, Findus und Simba – leben mit im Hospiz. Sie seien einfühlsame Sterbebegleiter, die, ohne Fragen zu stellen, für die Gäste da seien.

OTZ-Artikel von Jördis Bachmann

 

Übergabe Spendenscheck an das Hospiz Jena 2026

Monika Hirche, Leiterin des Jenaer Hospizes (2. v.l .)nahm den Spendenscheck über 10.000 Euro aus der Benefizkalenderaktion entgegen. Ines Eckert von den Stadtwerken Jena, Michael Holz (rechts) von der Goethe-Galerie und der stellvertretende OTZ- Chefredakteur Tino Zippel überreichten die Spende, die durch das Gemeinschaftsprojekt möglich wurde.