Telemedizin aus Jena wird Vorbild für andere Regionen

Sep 16, 2026, 9:19:44 AM | Stadtwerke Jena Gruppe | Aktuelles | Smartes Quartier

Der Telemedizinraum im Smarten Quartier Jena-Lobeda hat seine Pilotphase erfolgreich abgeschlossen. Die gewonnenen Erfahrungen werden nun in Crossen an der Elster und perspektivisch auch in Langenwolschendorf genutzt. Damit wird das in Jena entwickelte Konzept erstmals außerhalb der Stadt weitergeführt. 

Was in Jena-Lobeda entwickelt und erprobt wurde, geht jetzt den nächsten Schritt: Das im Smart-City-Projekt Jena entstandene Konzept des Telemedizinraums wird künftig in Crossen an der Elster (Saale-Holzland-Kreis) und perspektivisch auch in Langenwolschendorf (Landkreis Greiz) eingesetzt. 

Der Telemedizinraum ist ein gemeinsames Projekt des Smart-City-Projekts Jena und der jENERGIE, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck. Ziel ist es, digitale Angebote als Ergänzung zur medizinischen Versorgung nutzbar zu machen, insbesondere dort, wo Arztpraxen fehlen oder längere Wege zur Behandlung notwendig sind. 

Im Smarten Quartier Jena-Lobeda wurden technische Voraussetzungen geschaffen, Abläufe getestet und Erfahrungen bei der Begleitung von Patientinnen und Patienten gesammelt. Nach Abschluss der Pilotphase wurde der Betrieb des Telemedizintraums in der Ziegesarstraße Ende August planmäßig eingestellt. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden nun die Grundlage für die neuen Standorte. 

„Genau darin liegt der besondere Wert eines Modellprojekts: Im Rahmen von Smart City hatten wir in Jena die Möglichkeit, neue digitale Ansätze zu erproben, weiterzuentwickeln und dabei Erfahrungen zu gewinnen, die auch auf andere Rahmenbedingungen übertragbar sind. Der Telemedizinraum hat gezeigt, dass digitale Angebote die medizinische Versorgung sinnvoll ergänzen können. Auf dieser Grundlage kann die Lösung nun weiterentwickelt und auch für den Einsatz in ländlichen Räumen nutzbar gemacht werden“, sagt Bürgermeister und Digitalisierungsdezernent Benjamin Koppe. 

Erste Angebote starten in Crossen 

In Crossen an der Elster ist der neue Telemedizinraum bereits eingerichtet. Die ersten telemedizinischen Termine sollen in den kommenden Wochen stattfinden. Ein weiterer Standort in Langenwolschendorf befindet sich derzeit in Vorbereitung. 

Susanne Lippmann, Geschäftsführerin der jENERGIE: „In den vergangenen Monaten haben wir viel darüber gelernt, was Menschen brauchen, um telemedizinische Angebote anzunehmen. Neben einer stabilen technischen Infrastruktur geht es vor allem um Vertrauen, gute Begleitung und verlässliche Abläufe. Diese Erfahrungen geben wir nun an andere Kommunen und Partner weiter, die ähnliche Angebote entwickeln möchten. Dass das in Jena erprobte Konzept nun auch andernorts genutzt wird, zeigt das Potenzial solcher digitalen Versorgungsangebote.“ 

Mit den neuen Standorten wird das in Jena entwickelte Konzept erstmals außerhalb der Stadt weitergeführt. So wird aus einem Pilotprojekt Schritt für Schritt ein Angebot, das auch in anderen Regionen zur medizinischen Versorgung beitragen kann.